Dresdner Erkenntnisse


Foto: Karsten Wieland

Uwe Ritter – Kürzlich bei der 1. Mannschafts-Weltmeisterschaft für Behinderte in Dresden war das Team Jordan wieder in Aktion, wie das beigefügte Foto zeigt. Es agierte wie gewohnt, souverän, harmonisch, zurückhaltend, zuvorkommend und doch bestimmt, so wie es über 30.000 Teilnehmer in den letzten 17 Jahren gewohnt waren.

Keine Spur von Abneigung oder Distanz zu dem Mann, der von einigen Wenigen zum Tabuthema erklärt wurde. Er hielt sich zurück und sprach nur dann, wenn er es musste, halt eben wo er als Organisator gefragt war bzw. gefragt wurde, z. B. beim Interview mit dem sächsischen Fernsehen.

Zwecks Vermeidung von Irritationen und zur Klarstellung für alle, geredet haben nur die anderen Teammitglieder über das zurzeit wichtigste Thema im deutschen Amateurschach. Wir erfuhren so manches, was mittlerweile nicht mehr wirklich überrascht, dafür aber mehr als bemerkenswert ist.

Demnach befindet sich das gallische Dorf zurzeit in Berlin, jedoch im Unterschied zu Asterix und Obelix ist die Dorfgemeinschaft nicht sicher, denn jenen Druiden, welcher den Zaubertrank mixt, diesen gibt es nicht. Dazu passt auch, dass unser nationaler Dachverband weder über die Wahl des FIDE-Präsidenten noch über die oben aufgeführte Veranstaltung irgendetwas verlauten ließ. Eine Ankündigung zur Mannschafts-WM alleine, wie am 09.10.2018 seitens Frank Hoppe geschehen, reicht hierzu nicht aus. Einen Abschlussbericht findet man nur über die Verlinkung zum sächsischen Schachverband.

Sollte es nicht so sein, dass man sich in Berlin zu alle Fragen des nationalen und internationalen Schachs auf der Höhe des Geschehens zeigt? Kann man nicht auch erwarten, dass wenn man sich schon als federführend in Fragen des Behinderten-Schachs bezeichnet, auch mit einer Nationalmannschaft am Ort des Geschehens vertreten ist?

Liest man die Stellungnahme des DSB-Präsidenten und des DSB-Vize mit Datum 22.10.2018 zur DSAM, so fällt auf, wie häufig man von Indizien spricht. Es mag sein, dass Juristen auch nach Indizien urteilen, aber es ist auch bekannt, dass es hierbei immer wieder Fehlurteile gibt. Aus diesem Grunde alleine gilt die Unschuldsvermutung so lange hier nichts sicher feststeht oder zur Abwechslung mal handfeste Beweise auf den Tisch kommen.

Letzteres fehlt eindeutig aus Berlin, denn nur dort muss man beweisen, dass die Anschuldigungen auch wirklich gerechtfertigt sind. Es ist ohnehin nicht nachvollziehbar, dass ein Verband, der in den letzten Jahren nicht mal ein vernünftiges Budget für die Nationalmannschaft auf die Beine stellen konnte, nun Geld für einen langwierigen Rechtsstreit hat. Mein Hinweis kann hier an dieser Stelle nur sein, wer sich an Provisions-Zahlungen stört, der sollte mal Chefarzt-Verträge lesen, gerade die Gerichte und damit die Juristen, haben diese Praxis als legitim bestätigt.

In diesem Zusammenhang fällt mir nur ein Zitat von Jean-Paul Sartre ein. Demnach sollte man demjenigen das Vertrauen aussprechen, der sich dem Druck der Unvernünftigen erwehren muss. Vermutlich genau aus diesem Grund hat unser Weltschachbund die nächsten 2 Mannschafts-Weltmeisterschaften, 2020 und 2022, wieder nach Dresden vergeben.

Meine Bitte an alle Amateur-Schachspieler, seid wachsam! Meine Bitte an das Präsidium und die Geschäftsstelle, bringt die Kuh schnellst möglich vom Eis. Am besten bis zum 15.11.2018. Bedenkt, ohne Kompromisse geht es nicht!

Es wird Zeit, dass wir alle uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren!

Uwe Ritter

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8 thoughts on “Dresdner Erkenntnisse

  1. Der Bericht von Herrn Ritter ist keine “unbequeme Meinung” sondern vielmehr eine überaus peinliche und tatsachenwidrige Lobhudelei auf seinen Duz-Freund Jordan. Dieser wurde – wie allgemein bekannt – vom DSB-Vorstand aufgrund massiver Korruptionsvorwürfe gefeuert, und dies völlig zu recht.
    Unehrliche Menschen wie Jordan haben im deutschen Schach nichts zu suchen, er sollte vom DSB lebenslänglich für alle Ämter gesperrt werden!

  2. Sehr geehrter Jittenmeier,

    vielen herzlichen Dank dafür, Dass Sie auch unbequeme Meinungen zu lassen. Der Bericht von Herrn Ritter ist sehr gut.

    Wolfgang S.

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