An die Elbe, nicht über den Jordan: Schachgipfel 2019 in Magdeburg

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Der Deutsche Schachgipfel 2019 findet statt. Nicht in Radebeul, nicht unter der Regie des Vereins Schachfestival Dresden mit seinem in Ungnade gefallenen Präsidenten Dirk Jordan, sondern in Magdeburg  mit einem neuen Ausrichter unter der Regie des Deutschen Schachbunds. Das geht aus einer Stellungnahme hervor, die der DSB am Montagabend zum „Fall Jordan“  veröffentlicht hat.

Nachdem sich der DSB im Juni vom Dresdner Schachmacher getrennt hatte, stand beinahe das gesamte Turnier-Veranstaltungsprogramm des Schachbunds für das kommende Jahr auf der Kippe: Deutsche Meisterschaft, Amateurmeisterschaft, Seniorenmeisterschaft.

Ein Vakuum drohte deswegen noch lange nicht. Schach-Amateurturniere für die gesetzte Teilnehmerschaft lassen sich profitabel organisieren, ein Geschäftsmodell, das nicht nur die Dresdner Organisatoren entdeckt haben. Jemand anderes wäre eingesprungen, um derartige Veranstaltungen in eigener Regie anzubieten, womöglich Jordan und sein Verein selbst. Nachdem sich der DSB im Juni vom Dresdner Schachmacher getrennt hatte, stand beinahe das gesamte Turnier-Veranstaltungsprogramm des Schachbunds für das kommende Jahr auf der Kippe: Deutsche Meisterschaft, Amateurmeisterschaft, Seniorenmeisterschaft.

Die Marke „Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft“ hatte er eine Woche nach einem Gespräch mit der Verbandsspitze in Berlin über die Amateurmeisterschaft angemeldet, bei dem unangenehme Fragen aufgetaucht waren. Als der DSB sich letztlich von Jordan trennte, lief dessen Markenanmeldung schon seit drei Wochen. Gegen diese Anmeldung will der DSB rechtlich vorgehen, eine von mehreren juristischen Fronten zwischen den nun endgültig geschiedenen Parteien.

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4 thoughts on “An die Elbe, nicht über den Jordan: Schachgipfel 2019 in Magdeburg

  1. Ralf Mulde: “Empörend bei all dem ist noch immer, dass eine Menge Spieler und Funktionäre meinen, dass “das Team” an der Hotel-Beute partizipierte, obwohl das Ehepaar Jordan stets so tat, als sei mit dem Turnier für sie nur Mühsal, Zeitaufwand und Zuschuss verbunden, während sie sich die Taschen füllten.”
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen, Herr Mulde, das ist wirklich ein Skandal!
    Schwarze Schafe wie die Jordans haben im deutschen Schach nichts zu suchen, sie bringen nur alle ehrlichen ehrenamtlich Tätigen in Verruf und richten damit großen Schaden an.

  2. T.Grunwald: “Während seine ehrenamtlichen Team-Mitglieder (und auch er selbst) die üblichen 50 Euro pro Einsatztag erhielten …”
    Die hätte ich je gerne gehabt! Tatsächlich aber wurde selbst das für alle “Nicht-Turnierleiter” rundheraus als nicht machbar abgelehnt – und wurde erst vor recht kurzer Zeit dann doch, begründungslos, ermöglicht. Dabei muss man wissen, dass ein DSAM-Turnierleiter keinerlei Vor- und Nachbereitung zu leisten hatte und während des Turniers erhebliche Pausen hatte, die oftmals gefüllt wurden, indem – offenbar gegen Gage – Bundesliga-Partien für ChessBase eingegeben wurden.
    Empörend bei all dem ist noch immer, dass eine Menge Spieler und Funktionäre meinen, dass “das Team” an der Hotel-Beute partizipierte, obwohl das Ehepaar Jordan stets so tat, als sei mit dem Turnier für sie nur Mühsal, Zeitaufwand und Zuschuss verbunden, während sie sich die Taschen füllten.
    Gleichwohl wird es (längst) Zeit, darüber nachzudenken, wie Funktionäre auf allen Ebenen, also auch und erst recht im Verein, eine Aufwands-Anerkennung erhalten könnten. Sollten sie die nicht haben wollen, gut, dann sollten sie sie an den Club zurück spenden. Weil Zuschüsse von außen oft an das Spendenaufkommen gebunden sind, täten sie neben ihrer Arbeit auch so eine gute Tat.
    Insgesamt muss Schach wieder öffentlich eine breitere und positive Darstellung erfahren. Jugend-WM – und nichts in den Tageszeitungen. Olympia – ebenfalls in aller Stille. Das ließe sich fortführen. Packen wir’s an!

  3. Der “beliebte Profi-Organisator” hat den Deutschen Schachbund, die H-Hotels und auch sein eigenes Organisations-Team jahrelang hintergangen, und einen riesigen moralischen und finanziellen Schaden angerichtet. Während seine ehrenamtlichen Team-Mitglieder (und auch er selbst) die üblichen 50 Euro pro Einsatztag erhielten, wirtschaftete er klammheimlich mindestens einen Tausender pro Tag in der eigene Tasche.
    Unehrliche Menschen wie Jordan haben im deutschen Schach nichts zu suchen, er sollte vom DSB lebenslänglich für alle Ämter gesperrt werden!

  4. Ein Schlag ins Gesicht für alle fleißigen Mitarbeiter von Dr. Jordan. Sie waren mit Herzblut dabei und er……

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