Ausrichtung des Meisterschaftsgipfels im Deutschen Schach 2019 in Radebeul

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Der DSB hat in einer Veröffentlichung auf der eigenen Seite mit Datum vom 22.10.2018, 21:22 Uhr unter dem Schlagwort „Meisterschaftsgipfel 2019“ mitgeteilt, dass dieser entgegen den bisherigen Absprachen zwischen 25. Mai und 01. Juni 2019 in Magdeburg stattfinden soll. In einem Interview vom 26.10.2018 wurde diese Aussage vom Präsidenten des DSB Ullrich Krause nochmals wiederholt.

Es geht nicht nur um die Senioren

Eine derartige Ankündigung widerspricht den vertraglichen Bindungen, die der DSB mit uns als Veranstalter eingegangen ist.

Der Meisterschaftsgipfel wurde durch Veröffentlichungen des Vorstandes des DSB ausgeschrieben. Mit E-Mail vom 28.12.2017, der die ausführliche Bewerbung beigefügt war, bewarben wir uns – seinerzeit noch unter ZMDI Schachfestival Dresden e.V. – um die Ausrichtung. Mit Mail vom 29.12.2017 bedankte sich der Präsident des DSB für die Bewerbung und bestätigte die Vergabe des Meisterschaftsgipfels mit sämtlichen im Anhang genannten Meisterschaften an uns für die Jahre 2019, 2020 und 2021. Die exakte Terminierung sollte noch abgestimmt werden. Diese erfolgte sodann in Absprache zwischen dem Präsidenten des DSB und uns am 25.01.2018 und wurde dementsprechend auch veröffentlicht: 2019: 25. April bis 05. Mai 2020: 23. April bis 03. Mai 2021: 22. April  bis 02. Mai

Hierbei wurden auch die konkreten Abfolgen einschließlich der Terminierung des Bundeskongresses sowie des Hauptausschusses zeitlich fixiert und der Austragungsort Parkhotel Radisson Blu, Nizzastraße 55, 01445 Radebeul bestätigt.

Ein Widerrufsrecht, Kündigungsrecht oder Ähnliches sahen die Vergabe und Absprachen nicht vor.

Mit Schreiben vom 28.09.2018 teilte der DSB mit, dass eine Ausrichtung des Meisterschaftsgipfels nicht durch uns stattfinden soll. Diesem wurde mit Schreiben vom 12.10.2018 widersprochen. Es wurde Frist bis zum 31.10.2018 gesetzt, die tatsächlichen Umstände der vertraglichen Bindung zu bestätigen. Hierauf reagierte der DSB mit der Veröffentlichung auf seiner Website.

Aufgrund der eindeutig eingegangenen vertraglichen Beziehungen zwischen dem DSB und uns gehen wir weiter davon aus, dass der Meisterschaftsgipfel wie geplant in Radebeul durch uns durchgeführt werden wird.

Vorstand Schachfestival Dresden e.V.

Dokumente_Bewerbung und Vergabe des DMSG_20181001 (003)

Unser Beitrag vom 22.10.2018 – Wir sind gesetzlich verpflichtet eine Gegendarstellung zu veröffentlichen

STELLUNGNAHME DES DSB-PRÄSIDENTEN UND SEINES STELLVERTRETERS

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4 thoughts on “Ausrichtung des Meisterschaftsgipfels im Deutschen Schach 2019 in Radebeul

  1. Lieber Michael,

    Unterstellungen bringen wahrlich überhaupt nichts, halten wir uns deshalb an die Fakten. So wie die Lage ist, hat der Deutsche Schachbund (DSB) nicht mit Dr. Jordan eine Vereinbarung über die Ausrichtung des Projektes „Meisterschaftsgipfel“ für die Jahre 2019-2021in Radebeul geschlossen, sondern mit dem Verein ZMDI Schachfestival Dresden e.V., denn der Text des Vorstandes ist so zu interpretieren, dass der Verein den Zuschlag nach einer Ausschreibung erhalten hat. Die Vergabe und Absprachen sahen ein Widerrufsrecht, Kündigungsrecht oder Ähnliches allerdings nicht vor.

    In seiner E-Mail vom 29. Dezember 2017 bestätigt DSB-Präsident Ulrich Krause zudem Dr. Jordan gerne die Vergabe des „Meisterschaftsgipfels“ mit dem im Anhang genannten Meisterschaften an den Verein ZMDI Schachfestival Dresden e.V.“ für die Jahre 2019, 2020 und 2021 [Link: https://www.schachfestival.de/images/Dokumente_Bewerbung_und_Vergabe_des_DMSG_20181001_003.pdf ].

    Dass der Verein nun nach Sachlage zurecht darauf besteht, dass der DSB seine Zusage für die Ausrichtung des „Meisterschaftsgipfels“ in Radebeul einzuhalten hat, ist nur logisch und hat nichts mit der Person Dr. Jordan zu tun.

    Völlig unverständlich erscheint mir Ihr Argument, warum der DSB mit seiner Absage seine Gemeinnützigkeit schützen will. Zu beachten ist wirklich, dass der öffentlich bekannte Rechtsstreit des DSB mit Herrn Dr. Jordan nichts mit der Zusage für den „Meisterschaftsgipfel“ an den Verein ZMDI Schachfestival Dresden e.V. zu tun hat, obwohl Dr. Jordan dessen Präsident ist. Zum Vorstand gehören nämlich neben seiner Person noch die beiden Vizepräsidenten Andreas Schneider und Guntram Ledfuß sowie Schatzmeister Gunther Kaden.

    Meine Empfehlung: Um die anstehenden Probleme zu klären, sollten sich die für den „Meisterschaftsgipfel“ DSB-Verantwortlichen möglichst schnell mit dem Verein ZMDI Schachfestival Dresden e.V. an einen Tisch setzen, Eine Auseinandersetzung im Internet ist aus meiner Sicht in jedem Fall der falsche Weg!

    Den auf dem Schach-Ticker am Dienstag (30. Oktober 2018) um 18.42 Uhr verbreiteten Text hat übrigens Vereins-Pressesprecherin Yvonne Ledfuß am gleichen Tag bereits um 16:15 Uhr auf ZMDI-Schachfestival-Homepage veröffentlicht.

  2. Im Streit DSB/Dr. Jordan sieht so aus, als habe sich der DSB – aus welchen Gründen auch immer – mit der Absage in Radebeul zu weit aus dem Fenster gelehnt, bzw. will man zeigen wo die größere Macht residiert.

    Alles vorbei an den Senioren, die nach meiner Meinung alle mit dem Spielort Radebeul hochzufrieden waren (da spielt es nämlich keine Rolle mehr, ob sie jetzt PRO oder CONTRA Dr. Jordan sind).

    Hier einfach mal alles Strittige beiseite zu schieben und sich an ursprüngliche Planungen zu halten – das wäre ein Zeichen von Flexibilität und Größe.
    Die Organisation in Radebeul war hervorragend, der Spielsaal ebenso, die Unterkunft ebenso – warum zum Teufel will man neben der Attraktion die auch Dresden zusätzlich zu bieten hatte auf so ein ideales Ambiente nicht nur jetzt, sondern mit Verärgerung der Hotelleitung in Radebeul womöglich für immer verzichten?

    Man will nun mal nicht mehr mit Dr. Jordan zu tun haben – meinetwegen – aber was hat der Veranstaltungsort damit zu tun?

    Der DSB sollte sich doch noch einmal kurzfristig zusammentun – und seine Haltung überdenken – oder möchte man die Senioren gerne in inoffizielle Turniere außerhalb des DSB treiben ??

    Mit Rechtsfragen und Vertragsfragen hat das nämlich jetzt alles nichts mehr zu tun, und Exempel zu statuieren erhält bestimmt keine attraktiven Turnierorte.

    Mein Appell geht ebenfalls an das Präsidium des Deutschen Schachbundes.

    Damit meine ich diese Bedeutung:
    Appell (Kommunikation), das Ausdrücken eines Wunsches oder einer Aufforderung in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

    Genau die gilt es jetzt zwischen DSB und den Schachsenioren erheblich zu verbessern und dafür kann man auch mal über seinen Schatten springen.
    Es geht nun nicht mehr um die “Bestrafung” eines Einzelnen, sondern um das Wohl der Senioren.

  3. Herr Geibel, was Sie schreiben ist Unsinn. Von einem Ausfallen des Meisterschaftsgipfels ist überhaupt nicht die Rede. Es geht auch nicht um einen Zwist mit einer Person, sondern darum, den Schachbund in seiner Gemeinnützigkeit zu schützen. Da Sie wissen, dass Ihr sehr egoistischer Appell ins Leere laufen wird, versuchen Sie diesem mit hanebüchenen Schadenersatzansprüchen mehr Gewicht zu verleihen.

    Wenn es Ihnen tatsächlich um die Schachspieler gehen würde, hätten Sie einen Appell an Herrn Jorden gerichtet, den Weg frei zu machen.

  4. In ihrer Stellungnahme vom 22. Oktober haben sich die Spitzen des DSB u.a. zum geplanten Meisterschaftsgipfel geäußert. Zum ursprünglich vorgesehenen Veranstaltungsort Radebeul heißt es dort: “Ein Vertrag ist aus unserer Sicht noch nicht zustande gekommen und wir haben dem Verein Schachfestival Dresden e.V. zwischenzeitlich mitgeteilt, dass wir anderweitig planen.”

    Nun hat sich auch die Gegenseite endlich zu Wort gemeldet und einen Schriftwechsel veröffentlicht, der eindeutig vertragliche Rahmenabsprachen zum Gipfel in Radebeul enthält. Hierbei ist weder ein Widerrufsrecht noch eine Kündigungsklausel vereinbart worden, so dass die Haltung des DSB unerklärlich ist, man könne diese Absprachen quasi wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage einfach ignorieren und anderweitig, nämlich mit Magdeburg planen.

    Ich appelliere daher zum wiederholten Male an die Verantwortlichen, den Rechtsstreit mit Dr. Jordan außen vor zu lassen und das “Projekt Radebeul” wie ursprünglich vorgesehen voranzutreiben. Viele von uns aktiven Spielern haben wenig Verständnis dafür, dass wegen des Zwists mit einer einzelnen Person eine solche Großveranstaltung ausfallen soll – wenn, dann voraussichtlich mit erheblichen Schadenersatzansprüchen sowohl des Vereins Schachfestival Dresden als auch des vorgesehenen Turnierhotels in Radebeul gegenüber dem DSB.

    Ich hoffe sehr, dass Einsicht und Vernunft die Oberhand behalten.

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