Viel Feind, viel Ehr oder eine kurze Geschichte zum DSB

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Ein Beitrag von Achim Nowack 

Liebe Schachfreunde (hiermit ist auch der weibliche Teil der Schachgemeinde gemeint),  die letzten Ereignisse und Wortmeldungen in der Angelegenheit Dr. Jordan veranlassen mich – nachdem immer neue Facetten der Geschichte sichtbar geworden sind – eine kurze Zusammenfassung – natürlich aus meiner Sicht – niederzuschreiben.

I) Seniorenturnier Bergedorf

Zu diesem Turnier war in der Ausschreibung Dr. Dirk Jordan mit seinem Team vorgesehen. Am ersten Tag mußten die Beteiligten erfahren, dass Dr. Jordan nicht erscheinen würde, weil er – wie der Präsident Ullrich Krause freundlicherweise vor versammelter Mannschaft verkündete – sich einiger Machenschaften schuldig gemacht hätte. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine rechtliche Klärung des bisherigen Verhaltens des Turnierleiters Dr. Dirk Jordan. Die gibt es bis heute nicht.

Zur weiteren Überraschung aller Beteiligter schüttete das Präsidium des DSB dann sogenannte Erstattungsbeträge an alle Senioren aus, die im Austragungshotel wohnten. Diese hätten zuviel bezahlt. Nun gab es in der Ausschreibung den Punkt Hotelkosten: Den dort genannten Betrag hatten die Senioren auch bezahlt. Inwieweit darin nun eine ungerechtfertigte Überzahlung an das Hotel liegen soll, wird das ewige Geheimnis des Präsidiums bleiben.

Turnierhotel der DSEM 2018 in Hamburg-Bergedorf

Aber es wurde ja eine Umrechnung der vom Hotel an den DSB gezahlten Euro 12.000,00 vorgelegt. Nach dieser Berechnung entfiel auf jeden Senior im Hotel ein bestimmter Betrag. Dementsprechend sind diese Beträge an die Senioren zu deren Verfügung ausgezahlt worden. Wenn man auf alle Schachmitglieder des DSB umgerechnet hätte, wären die Beträge erheblich kleiner geworden.

Eine Berechnung von Anteilen ergibt aber keine Anspruchsgrundlage. Die im Hotel wohnenden Senioren haben auf das Geld, das das Hotel an den DSB gezahlt hat, keinen Anspruch. Wenn aber jemand ohne Anspruch darauf von einem anderen Geld erhält, ist es geschenkt. Dass der DSB berechtigt ist, Geld zu verschenken, wage ich zu bezweifeln. Eine entsprechende Rechtsgrundlage in der DSB-Satzung habe ich jedenfalls nicht gefunden.

Da wir gerade bei Ansprüchen sind: Das Präsidium des DSB behauptet, der DSB habe einen Anspruch gegen Dr. Dirk Jordan auf Herausgabe des Geldes, das dieser von den jeweiligen Ausrichterhotels erhalten hat. Dieser Anspruch soll sich aus dem Auftrag ergeben, den das Präsidium des DSB Dr. Dirk Jordan erteilt hat.

Der Auftrag nach den §§ 662-674 BGB ist ein Vertragsverhältnis. Ein Vertrag kommt durch Angebot und Annahme zustande. Die entsprechende Regelung des Vertragsschlusses findet sich in den §§ 145 ff. BGB.

Wie sich nun die Entstehung des Ramada-Turnieres gestaltet hat, liegt im Nebel. Jedenfalls liegt kein Vertrag im Sinne des § 145 BGB vor. Dies ergibt sich zum einen daraus, dass der DSB in seiner Stellungnahme sich auf die gesetzliche – nicht vertragliche – Grundlage bezieht. Mir liegen aber auch andere Informationen vor, nach denen lediglich eine Erlaubnis des DSB an Dr. Dirk Jordan vorliegt, das ins Auge gefaßte Turnier – damals Ramada-Turnier eigenständig zu gründen und durchzuführen. Darum wie das anschließend im Einzelnen gehandhabt wurde, hat über 17 Jahre niemanden gekümmert.

Nun regt sich der neue Präsident des DSB Ullrich Krause darüber auf, dass man ihn bei der Amtsübernahme und danach nicht über die bisherige Arbeitsweise des DSB und die Besonderheiten dort informiert habe.

Nach meiner Auffassung gestaltet sich die Übernahme eines Vereins oder einer Institution nicht so, dass man die Vorgänger zum Rapport bittet. Vielmehr setzt man sich mit diesen zusammen und versucht im Gespräch zu erfahren woran man anknüpfen darf oder soll und woran nicht. Und wenn man auf Grund unbestätigter Vermutungen meint Grund zur Nachforschung bestimmter Vorgänge zu haben, geht man in gleicher Weise vor. Möglicherweise sind das alles Dinge, die zuvor durch stillschweigende Zustimmung über Jahre oder einfach durch die Eigenständigkeit des Turnierleiters rechtlich nicht anfechtbar sind. Dies kann man entsprechend handhaben bevor man in emotionaler Aufgeregtheit Himmel und Hölle in Bewegung setzt und von Machenschaften spricht ohne tatsächliche Beweise für die Richtigkeit der eigenen Auffassung zu haben.

Wie sich an anderer Stelle zeigt – Abrücken vom Vertrag mit dem Schachfestival Dresden eV – redet der DSB wohl nur dann von einem Vertrag, wenn ein von allen Vertragsbeteiligten gestalteter und unterschriebener Vertrag vorliegt. Hier verwechselt das Präsidium aber den Vertragsschluß mit der Vertragsausgestaltung.

Der Herausgabeanspruch des DSB gegen Dr. Dirk Jordan aus § 667 BGB steht daher auf ziemlich wackeligen Füßen.

Darüber hinaus hat das Präsidium sich die Euro 12.000,00 in Bergedorf vom ausrichtenden Hotel auszahlen lassen. Gegen das Hotel hat aber lediglich Dr. Dirk Jordan einen Anspruch- und zwar aus Vertrag. Das Hotel hat demnach ohne Rechtsgrund an den DSB gezahlt und kann den entsprechenden Betrag zurück verlangen. Mit der nachfolgenden Verfügung – Schenkung an die Senioren – hat das Präsidium den Vertrag Hotel – Dr. Dirk Jordan genehmigt. Es ist rechtlich nicht möglich mit einander widersprechenden Erklärungen den Vorteil aus einem Vertrag, den man zuvor als Machenschaft bezeichnet hat entgegenzunehmen und darüber in endgültiger Form zu verfügen. Dieser Vorgang ist eine Genehmigung des Vertrages Dr. Dirk Jordans mit dem Hotel und erfaßt alle Verträge mit allen anderen Hotels in der Zeit vorher. Auf § 184 BGB sei verwiesen, der die Rückwirkung von Genehmigungen regelt.

II) Meisterschaftsgipfel Radebeul

Im Frühjahr 2019 sollte ein sogenannter Meisterschaftsgipfel in Radebeul stattfinden sowie in den Nachfolgejahren. Wie im Schachticker nachzulesen ist, ist der entsprechende Vertrag mit dem Schachfestival Dresden e.V. geschlossen worden. Wie bereits zuvor ausgeführt, hat das Präsidium des DSB besondere und eigenständige Vorstellungen davon, wann das tatsächlich der Fall ist. Nach den rechtlichen Voraussetzungen des BGB liegt allerdings ein rechtsgültig geschlossener Vertrag vor.

Nun fragt man sich, was man davon halten soll. Der DSB hat gerade mit der Firma Chessbase einen Vertrag geschlossen. Soll der nun gelten oder nicht? Man darf sich überraschen lassen, wie sich das Präsidium in Zukunft dazu stellen wird.

Um es kurz zu machen: In dieser Weise kann man nicht auftreten und handeln. Der DSB ist nicht allein auf der Welt. Wir werden auch aus anderen Ländern beobachtet, in denen alle Schachspieler sich fragen, was man dem DSB noch glauben kann, wenn unterschriebene Verträge keine Geltung haben sollen.

Achim Nowack
SK Kaltenkirchen (Schleswig/Holstein)

 

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20 thoughts on “Viel Feind, viel Ehr oder eine kurze Geschichte zum DSB

  1. Zitat Ralf Mulde:
    Herr Stolze muss nicht mit jedem Satz die Selbstverständlichkeit unterstreichen, dass die Machenschaften des Herrn Dr.Jordan nicht tolerierbar waren und sind.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass Stolze auch nur einmal Kritik an den Machenschaften des Herrn Jordan geäußert hat. Stattdessen wird von ihm gebetsmühlenartig mitgeteilt, was für tolle Dinge Jordan erreicht hat.

    Zitat Ralf Mulde:
    …dass der DSB – statt seine Geschäftsstelle so wie jetzt mit der “neuen” DSAM zu blockieren…

    Das ist doch auch wieder Quatsch! Wie kommen Sie Herr Mulde zu der Behauptung, dass die Geschäftsstelle durch die DSAM blockiert sei? Dieses Prinzip der Meinungsmache ist bei Ihresgleichen immer identisch. Zuerst behaupten Sie etwas, das durch nichts bewiesen ist (Geschäftsstelle blockiert) und anschließend beschweren Sie sich über Ihre erfundene Behauptung.

    Jordan hat hinter dem Rücken vom DSB bei der Ausführung seines Ehrenamtes seine eigenen Interessen verfolgt. Das schmeckt dem DSB nicht und es werden Gerichte darüber entscheiden. Damit ist die Suppe für uns Leser zunächst gegessen. Die Vorgehensweise beim DSB kann man mit Recht kritisieren, aber diese ändert nichts am Sachverhalt im Fall Jordan.

    Das Herr Krause gerne im Rampenlicht steht und es genießt, sich wichtig zu fühlen, konnte jeder der beim Kandidatenturnier in Berlin war feststellen. Die einzige kompetente Person die ich beim DSB ausmachen kann, ist Dr. Fenner. Die restlichen Personen dieser Mannschaft wirken wie Laiendarsteller im Schultheater. Ein Ehrenamt kann jeder ausfüllen, der es möchte und dazu gewählt wird. Auf Kompetenz wird nicht geachtet (Siehe Stolze, Bastian, Krause, von Weizsäcker, usw.). Es kann aber auch nicht auf Kompetenz geachtet werden, da hierzu bei der Wählerschaft schon die Kompetenz fehlt, um Kompetenz bei Kandidaten festzustellen. Es wird einfach nach Sympathie gewählt.

    Wir haben also auf der einen Seite einen Dirk Jordan, der als Geschäftsmann mehr als einmal negativ aufgefallen ist und seine Rechtsauffassung mit viel Fantasie ausschmückt. Hinzu kommen noch diverse Winkeladvokaten, die er dirigierend durchs Internet schickt, um seinen Standpunkt zu festigen.

    Auf der anderen Seite haben wir einen DSB, dessen Präsidium von Recht und Ordnung ebenfalls nichts hält und ohne rechtliche Absicherung sich irgendwelche Gelder von einem Hotel abholt und damit an Senioren Geschenke verteilt. Da sagt ein Krause, dass es aus seiner Sicht zu keinem Vertrag für den Schachgipfel mit dem Dresdner Verein gekommen ist, obwohl in Emails die klare Vergabe an den Dresdner Verein deklariert wurde. Da schreibt ein “Lieber Dirk” an einen “Lieben Ullrich” und bemerkt dabei nicht, dass der Ton in diesen Emails Kumpanei in Reinform ist. Unprofessionell hoch 10!

    Egal ob Jordan oder Krause. Hier bekommt man einfach das Gefühl, dass beide Partien gerne große Macher sein wollen und ein großes Kino veranstalten. Beide währen gerne etwas, was sie nicht sind. Kompetentes und souveränes Handeln? Fehlanzeige!

    Professionalität kostet Geld! Das hört man beim DSB immer und das stimmt auch. Aber wenn man sich für ein Ehrenamt wählen lässt, sollte man sich selbst fragen, ob man dies macht weil man Kompetent ist, oder ob man das nur aus Selbstgefälligkeit macht. Wohin Inkompetenz gepaart mit Selbstgefälligkeit führt, können wir sehr schön am Präsidenten Donald Trump sehen. Jeder dieser “Macher” beim DSB und beim Clan Jordan wird sich in dieser Person schnell wiederfinden.

    Es wird Zeit, dass ein Richter beiden Parteien ordentlich den Kopf wäscht und sie auf den Boden zurückholen.

  2. Zuerst einmal ist die sehr erfreuliche und nicht für möglich gehaltene Entwicklung der Anmeldezahlen der “neuen” DSAM ein den Vordergrund zu rücken. Noch ist vom neuen Team kein Turnier organisiert worden, aber immerhin: Der Zustrom ist ungebrochen, allein für das erste Turnier sind es schon 200 angemeldete Spieler.
    Die Klage des DSB, dass durch die “alte” DSAM die Geschäftsstelle in Berlin über Gebühr belastet worden sei (aber für die Organisation des Schachbetriebs sind die doch da??), hat man nun ad absurdum geführt, indem die halbe Geschäftsstelle für die “neue” DSAM eingesetzt wird. Zuständig wäre für diesen gesamten Komplex eigentlich nicht der Geschäftsführer des DSB, sondern Walter Rädler als Vizepräsident Verbandsentwicklung. Von ihm als zu Recht hoch geschätzten Experten für Jugend … und Jugend hört man zur DSAM aber absolut null.
    Allein dieses Durcheinander deutet die mangelnde Professionalität des DSB an – ein Wort, das einigen allein schon das Blut wallen lässt, steht es doch der heiligen Ehrenamtlichkeit im Konnex mit “Schach darf nichfs kosten” entgegen. Man sieht, wie weit wir damit gekommen sind.
    Herr Stolze war nur einige Tage Öff.-Referent, richtig. Es lässt sich ja aber nachlesen, was damals zu seinem Rücktritt führte – auch, was zum Rücktritt seines Vorgängers Klaus Lais führte. Für das organisierte Schach wiegt weit schwerer: Seit dieser kaum noch erinnerten Zeit gibt es im DSB keinen Öff.-Referenten mehr. Die Stelle steht noch als Erinnerungswert in der “Bilanz”.
    Es ist honorig von Herrn Stolze, zu erwähnen, dass Herr Dr. Jordan gemeinsam mit seiner Gattin et.al. die DSAM ins Leben rief und zur erfolgreichsten Gesamt-Wettbewerb formte, den der DSB (!) je veranstaltete. Herr Stolze muss nicht mit jedem Satz die Selbstverständlichkeit unterstreichen, dass die Machenschaften des Herrn Dr.Jordan nicht tolerierbar waren und sind. Viele waren der Meinung, dass der DSB – statt seine Geschäftsstelle so wie jetzt mit der “neuen” DSAM zu blockieren – zumindest hätte ausloten sollen, ob mit dem “alten” Team plus einem neuen Kopf plus neuer Hotels eine Fortführung und weitere Entwicklung des Bestehenden nicht ein gut gangbarer Weg gewesen wäre, aber darüber sind die Zeit und der Dr.Fenner nun hinweg gegangen.
    Wo nun eigentlich der “Schaden für die deutschen Schachfreunde” gelegen hat, von denen jeder einfach ein Angebot für Teilnahme und Übernachtung annahm und genau das erhielt, wofür er zahlte, erschließt sich weiterhin nicht. Dass dann ja womöglich auch die Auskehrung der ominösen zwölf Mille an diverse Teilnehmer der Kritik unterliegen könnte, wurden hier daraus schon abgeleitet.
    Warten wir ab, was Staatsanwaltschaft und Finanzämter in dieser Causa ermitteln werden – momentan wird der DSB hier nicht mehr viel tun können. Freuen wir uns an der weiter blühenden DSAM, die sicher nicht bis in alle Ewigkeit von der Geschäftsstelle aus gelenkt werden kann.

  3. Zitat von Raymund Stolze:
    Von Herrn Dr. Markus Fenner, der seit 1. April diesen Jahres als DSB-Geschäftsführer amtiert, hat es bisher noch keine öffentlichen Stellungnahmen gegeben, auf welchem Kurs er denn den Deutschen Schachbund führen will.

    Der DSB und der DSB-Wirtschaftsdienst sind zwei getrennte Unternehmen. Dr. Fenner muss daher den Schachbund auf keinen Kurs führen. Alleine daran sieht man schon, wie Sie Herr Stolze alles in einen Top schmeißen und kräftig herumrühren. Das der Schachbund Fehler korrigieren kann, sieht man an der kurzen Amtszeit eines ehemaligen DSB-Pressereferenten.

    Auch Ihren haltlosen und komplett von jedem Sinn befreiten Kommentar über Dr. Fenner, ist einfach nur geschmacklos. Ob der Schachbund professionelle Strukturen benötigt, können Sie überhaupt nicht bewerten.

    Bitte halten Sie sich doch an Ihre selbst auferlegte Regel, anonymen Schreibern nicht zu antworten.

    Vielen Dank

  4. Lieber Schachfreund tgrunwald,

    mir ist selbstverständlich aufgefallen, dass Sie auf zahlreichen Social Media Plattformen in der Causa Dr. Jordan von Anfang an unterwegs sind.
    Im konkreten Fall sollten aber auch Sie bei den Tatsachen bleiben, d.h. bei der Schacholympiade 2008, die unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler stand, war Herr Dr. Jordan nicht für die Finanzen zuständig, sondern er war Chairman und Turnierdirektor. Präsident des Organisationskomitees war Bürgermeister Winfried Lehman und Geschäftsführer Jörn Verleger. Dass Dr. Jordan also gravierende finanzielle Unregelmäßigkeiten vorzuwerfen sind, stimmt einfach nicht, denn der Etat für diesen Megaevent fiel nicht in seinen Aufgabenbereich.

    Es gibt aber zur Problematik u.a. ein aussagefähiges Interview mit Jörn Verleger, das im Neuen Deutschland am 7. November 2007 erschien ist und zwei Tage später von ChessBase mit freundlicher Genehmigung der linken Tageszeitung veröffentlicht wurde (Link zum ChessBase-Artikel)

    Zusammengefasst ist anzumerken, dass zu diesem Zeitpunkt für 50 Prozent des Etats über 3,88 Millionen Euro noch Sponsoren gesucht wurden. Für den Notfall musste die Landeshauptstadt Dresden den Fehlbetrag decken, was ja dann letztlich auch geschehen ist.

    In einem Punkt stimme ich Ihnen allerdings zu. Es erscheint dringend nötig, dass der Deutsche Schachbund endlich professionelle Strukturen bekommt. In meiner kurzen Amtszeit als DSB-Pressereferent vom Juni 2011 bis einschließlich Januar 2012 hatte ich als dringende personelle Sofortmaßnahme eine Stelle für Kommunikation und Marketing vorgeschlagen. Bis heute hat sich diesbezüglich nichts getan, und immerhin sind inzwischen mehr als sieben Jahre vergangen!

    Von Herrn Dr. Markus Fenner, der seit 1. April diesen Jahres als DSB-Geschäftsführer amtiert, hat es bisher noch keine öffentlichen Stellungnahmen gegeben, auf welchem Kurs er denn den Deutschen Schachbund führen will. Dass er nun der Not geschuldet Gesamtorganisator der DSAM ist, halte ich für mehr als fragwürdig. Das kann jedenfalls beim besten Willen nur eine vorübergehende Lösung sein …


    Hinweis der Redaktion: Der Link auf den Chessbase-Beitrag musste korrigiert/nacheditiert werden. Deswegen die Verzögerung bzw. zeitweise Fehlermeldung bei Aufruf des Links. Gez. B. Müller-Clostermann, 17:20 Uhr.

  5. @Raymund Stolze sagt
    “… ich kenne Deine persönlichen Gründe nicht, warum Du Herrn Dr. Jordan unterstellst, dass seine Motivation für Neues wohl rein finanzieller Natur war. Das entspricht einfach nicht den Tatsachen.”

    Ich kenne die persönlichen Gründe nicht, warum Herr Stolze sich mit solcher Vehemenz für einen mutmaßlichen Wirtschaftskriminellen ins Zeug legt.
    Was versteht Herr Stolze eigentlich unter “Tatsachen”? Glaubt er in seiner kaum faßbaren Naivität etwa immer noch an das Märchen vom “uneigennützigen Ehrenmann” Dirk Jordan? Hat er vergessen, dass diesem bereits bei der Schacholympiade 2008 gravierende finanzielle Unregelmäßigkeiten vorgeworfen wurden?

    Herr Jordan hat lange Zeit sehr gut davon gelebt, dass der DSB (offenbar aufgrund des Fehlens von professionellen Strukturen) nicht imstande war, seine undurchsichtigen Finanzkonstrukte zu durchschauen. Diese Zeit ist jetzt vorbei – ein solcher Mensch darf sich nie wieder zum Schaden der deutschen Schachfreunde bereichern!

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