Sharing is caring!

Bauär auf bää 4 ist gäfährlich!“

Vlastimil Hort kommt wieder ins Fernsehen. Anlässlich der Weltmeisterschaft will ChessBaseden Schach-Entertainer und ehemaligen Weltklassespieler  für seine deutschsprachigen Schach-Shows reaktivieren. Ganz sicher ist es noch nicht, aber voraussichtlich zur sechsten Partie soll Hort als Sahnehäubchen das Aufgebot der Hamburger für ihre Bewegtbild-WM-Berichterstattung zieren.

Vlastimil Hort, unübertroffener Meister des tschechisch gefärbten Schach-Singsangs. (Foto: Astra Tech)

Die deutsche Schachfirma ist bei weitem nicht die einzige, die ihr Programm gewaltig aufpeppt, weil der potenziell aufregendste WM-Kampf seit langem bevorsteht. Vlastimil Hort wird sich unter anderem an Judit Polgar messen lassen müssen. Oder an Alexander Grischuk. Ein Kampf der Generationen am Rande des Brettes, auf dem zwei Mittzwanziger um den höchsten Titel im Schach kämpfen werden.

Den Mann im Vordergrund würden sie heute nicht vor die Kamera lassen, die beiden links vor der Scheibe sitzenden sehr wohl. Hätten Vlastimil Hort und Helmut Pfleger alleine durch die Sendung geführt, sie wäre charmanter gewesen. (Foto: WDR)

Schachfernsehen hat sich gewaltig verändert, seitdem Vlastimil Hort und Helmut Pfleger im WDR „Schach der Großmeister“ präsentierten. Das beginnt schon damit, dass es nicht mehr „Fernsehen“ heißt. Heute „streamen“ wir, und was einst eine „Sendung“ war, gilt heute als „Show“. Für eine solche würden im 21. Jahrhundert nicht einmal regionale Sender einen Anti-Showmaster wie Claus Spahn vor die Kamera lassen.

Beim WDR war das seinerzeit noch möglich, weil sie ihren selbsternannten Schachmacher machen ließen, anstatt ihn zu beraten. Claus Spahn fehlte die Einsicht, dass er mit Vlastimil Hort und Helmut Pfleger schon die bestmöglichen und obendrein breitentaugliche Moderatoren hat. Also stellte er sich selbst dazu, produzierte reihenweise Momente zum Fremdschämen –  und trug mit seiner Nichtpräsentierbarkeit dazu bei, dass seine eigentlich charmante Sendung nie so gut wurde, wie sie hätte sein können

Weiterlesen auf “Perlen vom Bodensee”

Print Friendly, PDF & Email