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Weltmeister werden nicht viele, die Gelegenheit, um den Titel kämpfen zu dürfen, erhalten nur ein paar Spieler mehr. Aus diesem Grund ist es für viele Spieler schon ein großer Prestige-Erfolg, einen amtierenden Weltmeister in einer klassischen Partie bezwungen zu haben.

Dem deutschen Großmeister Dr. Robert Hübner gelang dieses Kunststück 1992 beim Großmeisterturnier in Dortmund, als er nach vier Niederlagen und diversen Remisen zuvor, Weltmeister Garry Kasparov in einer spektakulären Partie das Nachsehen gab. Unvergessen auch Wolfram Hartmann, dem als krasser Außenseiter ein Sieg gegen Weltmeister Anatoli Karpov, beim Großmeister-Turnier in Hannover, im Jahre 1983, gelang. Blicken wir noch ein bisschen weiter zurück, so finden wir im Jahre 1942 eine Partie, in der der Hamburger Klaus Junge, gerade mal 18 Jahre alt, Weltmeister Alexander Aljechin das Nachsehen gab.

Ebenfalls bemerkenswert, der lupenreine Amateur Wolfgang Unzicker, der einst aus der gleichen Talentschmiede wie Klaus Junge kam, spielte im Jahre 1961 bei der Mannschafts-Europameisterschaft gegen den alten und neuen Weltmeister Michael Botwinnik groß auf. Bereits im 31. Zug resignierte der Weltmeister mit seiner Lieblingseröffnung, der französischen Verteidigung, der er in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, durch viele neue Ideen, zu mehr Popularität verhalf.

Ich wünsche viel Spass beim Studium der Partie!

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