Es sind 9 von 12 Partien gespielt. Alle remis. Abgesehen von der ersten Partie, die wirklich spannend war und fast Caruana als Sieger gesehen hätte, waren alle anderen Partien mehr oder weniger langweilig. Schachpartien leben von Fehlern. Wenn keiner einen Fehler macht, geht die Partie immer unentschieden aus. Unentschieden können spannend sein, keine Frage. Bis jetzt war es allerdings die Ausnahme. Es ist wie beim Fussball. Es wird erst richtig spannend, wenn eine Mannschaft ein Tor geschossen hat. Wobei es auch hier Ausnahmen gibt. Schon jetzt steht fest, diese WM 2018 ist keine Werbung für das Schach im allgemeinen. Keiner von Beiden traut sich die Lunte anzuzünden. Es ist mehr oder weniger ein hin und her Geschiebe. Immer bedacht dass Gleichgewicht zu halten.

Ob das so ist wird uns GM Niclas sicher in seiner Analyse bestätigen, oder auch nicht. Vielleicht haben wir ja was übersehen.

Heute wurde auch die 3. Final-Partie der Frauen-WM gespielt. Die noch amtierende Weltmeisterin aus China Ju Wenjun und K. Lagno aus Russland spielten ebenfalls Remis. Das Remis war allerdings aus einem anderen Kaliber. Es war ein scharfes Duell in der Benoni-Verteidigung. Weiß opferte einen Bauern und bekam eine hervorragende Kompensation für den Bauern und ergriff die Initiative. Lagno kam in arge Bedrängnis. Doch die Chinesin fand in Zeitnot nicht die richtigen Killerzüge und Lagno verteidigte sich geschickt. Es war eine Partie auf des Messers Schneide.

Print Friendly, PDF & Email
0Shares