Foto: Niki Riga

Stefan Löffler – Fast plus zwei. So viel Vorteil zeigte der Computer für Carlsen während der zwölften Partie, nachdem sich Caruana in einem weiteren Offenen Sizilianer mit Weiß in eine unglückliche Aufstellung verrannt hatte. Nicht nur einmal sondern zweimal schlug die Bewertung des norwegischen Supercomputers Sesseauf fast zwei Bauerneinheiten zugunsten von Schwarz aus. „Mir egal“, schnauzte Carlsen. Er habe Druck machen wollen, ohne etwas zu riskieren. Auch am Ende noch stand er besser. Und hatte mehr Bedenkzeit. Ein Remis sei heute ein akzeptables Resultat gewesen, verteidigte er sich. Schließlich wird am Mittwoch im Stechen Schnellschach gespielt. Und das kann der Norweger. Da traut er sich noch zu, Caruana zu schlagen. Im klassischen Schach anscheinend nicht mehr. „Rest in peace, classical chess“, höhnte Alexander Grischtschuk, der die Partie auf Chess24 kommentierte: Ruhe in Frieden, klassisches Schach! Wenigstens war es die einzige nicht ausgekämpfte Partie, das einzige Angstremis des Wettkampfes.

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