Der deutsche Großmeister Dr. Robert Hübner gehörte von 1970 bis Anfang der 90er Jahre zu den besten Spielern der Welt und war in jener Zeit die unumstrittene Nr. 1 des deutschen Schachs. Insgesamt 4 Mal qualifizierte er sich für das Kandidatenturnier, jenem Turnier bei dem im K.O.-Modus der Herausforderer des Weltmeisters ermittelt wurde.

Bereits 1970, im Alter von nur 22 Jahren, gelang ihm die erste Qualifikation für dieses Turnier, bei der er dann im Kandidaten-Viertelfinale, 1971, Ex-Weltmeister Tigran Petrosian unterlag. Im Gegensatz zur russischen Schachschule war sein Aufstieg zur Weltspitze nicht zwingend das Ergebnis einer exzellenten Talentförderung, sondern vielmehr das Resultat aus autodidaktischem akribischen Arbeiten.

Wirkt er als Mensch für viele nach außen scheu und unnahbar, so verfügt er als Autor und Kommentator über eine Brillanz und Sorgfalt, die seine Analysen zu eigenen Partien, aber auch zu Wettkämpfen von Spielern wie Steinitz, Lasker, Capablanca, Aljechin und auch Fischer bis heute als das Maß aller Dinge erscheinen lassen. Seinen ersten internationalen Erfolg feierte er im Jahr 1968, als er beim stark besetzten Turnier in Büsum erster wurde und dabei die Schachgrößen Georgi Tringov und Bruno Parma auf die nachfolgenden Plätze verwies.

Aus diesem Turnier sehen wir heute seine Partie aus der ersten Runde gegen den Dänen Borge Andersen, bei der der damals 19-jährige Robert Hübner im Endspiel eine technisch sehr starke Leistung zeigte und damit seine Anwartschaft auf mehr im Schach demonstrierte.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie!

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