Dresdner Schachherbst 2018 – 15. – 21. Oktober 2018

1. Team – Weltmeisterschaft im Schach für Menschen mit Behinderungen 15. – 21. Oktober Nach drei erfolgreichen Einzel-Weltmeisterschaften für Menschen mit Behinderungen richtet der Dresdner Schachfestival e.V. die erste Mannschaftsweltmeisterschaft für Menschen mit Behinderungen aus. Wir freuen uns sehr, dass es durch Unterstützung von Land, Stadt, FIDE und weiteren Partnern gelungen ist, nun auch diesen Wettkampf aus der Taufe zu heben. Schon zur ersten Auflage haben sich 10 Teams aus 4 Nationen angemeldet, darunter erfreulicherweise auch zwei Jugendmannschaften. Eine Mannschaft besteht aus vier Spielern und einem Reservespieler. In sieben Runden wird nun also zum ersten Mal der Mannschafts-Weltmeister übergreifend in

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Schach kann richtig Spaß machen

Nun darf der Text doch ruhig, eingedenk ausreichend großen Bezuges, in der Ich-Erzählform weiter gehen?! Meine erste Begegnung mit diesem so genannten Scheveninger System – welches ich genau zu diesem Anlass erfuhr – gab es bereits im Jahre 1975. Es gab einen Besuch eines holländischen Schachvereins in Berlin, welcher sich nach passender Gegnerschaft umschaute. Nun trafen wir diese Truppe im damaligen Billard-Salon am Tauentzien, welcher außer der im Namen bereits erkennbaren Beschäftigung auch jene des Schachspielens anbot. Natürlich gab es Bretter, Figuren sowie Schachuhren – jedoch gab es die Atmosphäre dort nicht her, im Alltagsbetrieb ernsthafte Turnierpartien zu spielen. Da

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Johann Pöcksteiner ist Vizepräsident in der ECU

Vorgestern am Abend fanden in Batumi nach jenen der FIDE auch die Wahlen der Europäischen Schachunion statt. Großen Kampf gab es an dieseer Front aber keinen, da niemand gegen das Ticket von Zurab Azmaiparashvili antreten wollte. Der Georgier bleibt somit vier weitere Jahre Präsident. Immerhin gab es in seinem Team Veränderungen. Der große Coup gelang mit der lettischen Finanzministerin Dana Reizniece-Ozola, die als Vizepräsidentin ihr politisches Schwergewicht einbringen wird. Der neuer Wiener Präsident Johann Pöcksteiner ist vom frei gewählten Vorstandsmitglied zum Vizepräsidenten aufgestiegen. Stellvertretender Präsident ist Gunnar Bjornsson, Schatzmeister Ion-Serban Dobronauteanu, Generalsekretär bleibt Theordoros Tsrobatzoglou. Frei gewählt in Präsidium wurden

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Als Eric Lobron kam war es mit der Ruhe vorbei

“Ach was waren dass doch für friedliche Zeiten, bevor Eric auftauchte!” urteilte einst Helmut Pfleger über die guten alten Zeiten im Schach. In den USA geboren, kam er im Alter von 5 Jahren nach Deutschland.  Sein Spielstil war stets unternehmungslustig aggressiv, so dass Ex-Weltmeister Boris Spasskij noch vor der Erzielung der letzten Großmeisternorm über ihn urteilte “Der wird bald sehr gut, er ist ein Killer”. 1978 wurde er deutscher Jugendmeister. 1980 gewann er, im Alter von 20 Jahren, die deutsche Meisterschaft und verwies dabei die etablierten Spieler auf die Plätze. Ebenfalls 1980 verlieh ihm die FIDE den Titel “Internationaler Meister”, 1982 wurde ihm, nach seinem

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Schweiz: Beide Schweizer Teams vor ihrem Startrang – Herren 34., Damen 32. – zweimal (glücklich) Gold für China

Markus Angst – Auftrag mit Bravour erfüllt: Bei der Olympiade im georgischen Batumi landeten beide Schweizer Mannschaften vor ihrem Startplatz (jeweils Nummer 39). Die Herren kamen auf Rang 34, die Damen auf Platz 32. Damit waren beide Teams um ein paar Ränge besser als vor zwei Jahren in Baku (40. und 41.). Beide Goldmedaillen gingen – jeweils dank besserer Zweitwertung – an China. Die Schweizer katapultierten sich dank eines 3½:½-Kantersiegs in der Schlussrunde gegen die leicht schwächer eingestuften Slowaken noch um 19 Plätze nach vorne. GM Sebastian Bogner, GM Yannick Pelletier und GM Florian Jenni (erster Sieg nach drei Unentschieden und einer

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Österreich: Ragger führt Österreich in die Weltelite

Ein herausragender Markus Ragger führt Österreich bei der Schach Olympiade in Batumi mitten in die Weltelite. In der Schlussrunde gelingt dank Siegen von Ragger und Shengelia sowie einem Remis von Dragnev ein 2,5:1,5 Sieg gegen Norwegen. Erstmals in der Geschichte der Olympiade holt Österreich sechzehn Teampunkte und platziert sich in der Tabelle punktegleich mit Teams wie Indien, Armenien, Frankreich, Ukraine oder Deutschland am 14. Platz. Dahinter liegen Schachgroßmachten wie Aserbaidschan, Ungarn und Georgien. Markus Ragger ist mit sechseinhalb Punkte aus neun Partien am Spitzenbrett ein starker Trumpf. David Shengelia (6,5/9) und Peter Schreiner (5,5/8) spielen über ihrer Erwartung. Valentin Dragnev hält

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OLYMPIADE BATUMI: DEUTSCHLAND ALS EINZIGE MANNSCHAFT NOCH OHNE NIEDERLAGE

Frank Hoppe – Vietnam erwies sich gestern als unbezwingbar. Deutschland allerdings auch. An allen vier Brettern konnte sich keiner der Spieler einen nennenswerten Vorteil erarbeiten, obwohl Quang Liem Le und Daniel Fridman einen Bauern mehr hatten. Nach dem 2:2 bleibt unsere gemischte Mannschaft die einzige ungeschlagene im offenen Turnier, da Spitzenreiter Polen gegen China unterlag. Bei den Frauen hatte es Deutschland wie erwartet sehr schwer gegen Usbekistan. Das 2:2 war am Ende besser als das was die russischen Frauen gegen Usbekistan erreicht hatten. Br. Vietnam Elo 2:2 Deutschland Elo 5.1 GM Quang Liem Le 2715 ½:½ GM Liviu Dieter Nisipeanu 2661 5.2 GM Ngoc

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Schweizer holen Punkt gegen die Türkei, Schweizerinnen gewinnen gegen Mazedonien

China stoppt Polen – Showdown USA – China um die Goldmedaille Markus Angst – In der 10. und vorletzten Runde der Olympiade in Batumi (Geo) spielten die Schweizer gegen die leicht favorisierte Türkei 2:2 unentschieden, während die Schweizerinnen gegen den Aussenseiter Mazedonien ihren dritten Sieg in Serie feierten (3:1). Trotz der 0:4-Klatsche vom Vortag gegen Vietnam bekamen es die Schweizer mit der Türkei (Startnummer 22) gleich nochmals mit einem stärkeren und wiederum an allen vier Brettern leicht besser besetzten Gegner zu tun. Doch diesmal machten sie es besser und holten erfreulicherweise einen Punkt. GM Nico Georgiadis gewann am dritten Brett, GM Yannick

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Österreich: Siege in der Vorschlussrunde

Die österreichischen Teams bringen sich heute mit Siegen in eine gute Ausgangslage vor der Schlussrunde. Die Herren besiegen die Slowakei nach hartem Kampf mit 3:1. Markus Ragger besiegt mit Schwarz Christopher Repka, David Shengelia ist am vierten Brett gegen Martin Nayhebaver erfolgreich. Dragnev und Diermair steuern Remisen zum guten Gelingen bei. Morgen geht es gegen Norwegen um  eine Platzierung in den Top-20, wobei die Norweger ohne Magnus Carlsen auskommen müssen, der diesmal bei der Olympiade fehlt. Im Frauenbewerb gelingt ein knapper 2,5:1,5 Sieg gegen Indonesien. Zwar verliert Exler am Spitzenbrett gegen Sihite, aber Newrkla und Trippold gewinnen ihre Weißpartien. Fröwis

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Schweizer Damen erfolgreich

Die 9. Runde der Olympiade in Batumi (Geo) wird die Delegation des Schweizerischen Schachbundes (SSB) nicht so schnell vergessen. Während die Schweizer gegen das an allen vier Brettern stärker besetzte Vietnam 0:4 verloren, gewannen die Schweizerinnen gegen das sechs Ränge vor ihnen gestartete Australien sensationell mit demselben Resultat! Bisher hatten die Schweizer lediglich mit zwei knappen 1½:2½-Niederlagen gegen Griechenland und Spanien zu Buche gestanden. Der Match gegen die als Nummer 27 gestarteten und an allen vier Brettern stärker besetzte Asiaten war aber eine einseitige Angelegenheit. Während Teamleader GM Sebastian Bogner erstmals pausierte, verloren GM Yannick Pelletier, GM Nico Georgiadis, GM

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USA strauchelt gegen Polen

Die Schach Olympiade in Batumi kommt in ihre entscheidende Phase. In der heutigen neunten und drittletzten Runde kommt es bei den Herren am Spitzenbrett zu einer Sensation. Polen besiegt die USA dank eines Sieges von Kacper Piorun gegen Hikaru Nakamura mit 2,5:1,5 und übernimmt von den Amerikanern die alleinige Führung. Punktegleich mit den USA liegen China, Armenien (2,5:1,5 gegen Indien) und England im Pulk der Verfolger mit 15 Punkten. Der Kampf um den Titel ist damit wieder offen. Österreich muss gegen Kroatien eine 1:3 Niederlage einstecken. Ragger und Shengelia remisieren, Dragnev und Schreiner verlieren jeweils mit Schwarz. Morgen geht es

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Wir haben einen neuen Fide-Präsidenten

  Neuer Präsident des Internationalen Schachbundes – FIDE – ist der 46 Jahre alte russische Politiker Arkady Dworkowitsch. Er ist der 7.  Präsident. Heute, auf dem 89. Kongress im Sheraton Hotel endeten die Präsidentschaftswahlen. Dvorkovich erhielt 103 Stimmen und besiegte seinen Hauptgegner, den stellvertretenden Präsidenten der FIDE Georgios Makropoulos (Griechenland). Letzterer wurde von 78 Delegierten unterstützt. Der griechische Funktionär leitet seit 1982 den griechischen Schachverband. Ab 1986 war er Vize-Präsident der FIDE. Der dritte Kandidat Nigel Short (England) weigerte sich während seiner Kongressrede an den Wahlen teilzunehmen und lehnte seine Kandidatur zum Vorteil Dworkowitschs ab. Der 46-jährige Dworkowitsch ist Ökonom. Vom 21. Mai 2012 bis zum 18.

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Blaues Auge für Frankreich: Glückliches 2:2 gegen Deutschland / Nisi-MVL 1:0

Vor 24 Stunden wären wir ja mit einem Unentschieden gegen Frankreich in der neunten Runde der Schacholympiade sehr einverstanden gewesen. Heute bedarf es keiner Betrachtung durch die schwarz-rot-goldene Brille, um festzustellen, dass die Franzosen glücklich und mit einem tiefblauen Auge davongekommen sind. Auch über ein 0,5:3,5 gegen Allemagne hätten sie sich nicht beschweren können. Stattdessen hieß es am Ende 2:2, und Deutschland steht mit nun 14:4 Punkten immer noch prima da. Schon nach zehn Minuten deutete sich an, dass es gegen den klaren Favoriten ein guter Tag werden könnte. Christian Bauer war in seiner Spezialvariante gegen Caro-Kann in die Vorbereitung Rasmus Svanes gelaufen und

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Deutsche Ländermeisterschaft 02. – 07.10.2018 in Würzburg (Bayern)

  Bayern hat stets gute Platzierungen erzielt und gewann drei der letzten fünf Titel. Aus diesem Grund haben wir die DLM zu uns nach Würzburg geholt. Wir freuen uns sehr, den Ministerpräsidenten von Bayern, Markus Söder, für diesen Bundeswettbewerb als Schirmherren gewonnen zu haben. Als Ausrichter stellt die Bayerische Schachjugend gleich zwei Mannschaften, in denen die besten bayerischen Schachspieler gegen die bundesweite Konkurrenz antreten. Jede Mannschaft besteht aus acht Spielerinnen und Spieler der folgenden Altersklassen: U12, U14, U16, U18, U20 und U12w, U16w, U20w. Zudem dürfen pro Mannschaft bis zu zwei weitere Ersatzspieler aufgestellt werden. In den letzten Monaten wurden

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OLYMPIADE BATUMI: EVIVA ESPAÑA!

Frank Hoppe – Eigentlich müßte es “Que viva España” (Spanien lebe hoch) heißen, doch wir bedienen uns beim Titel der Schlagermusikvariante der beiden belgischen Komponisten. Spanien lebe hoch – denn sie haben uns beide Punkte überlassen! Verdient muß man sagen. Daniel Fridman und Georg Meier standen fast immer gut und Liviu Dieter Nisipeanuund Rasmus Svane hielten erfolgreich das Gleichgewicht. Und Daniel Fridman ist der Wahnsinn! Seine Frau Anna Satonskich hatte ihm die richtigen Hosenträger herausgesucht und es lief wie geschmiert: sechster Sieg im siebten Spiel. Mit einer Elo-Leistung von 2959 ist Daniel der beste Spieler der Olympiade! Vive la France – Frankreich kann kommen. Br. Spanien Elo 1½:2½ Deutschland Elo 4.1

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Beton-Dieter und der fabelhafte Fridman: Deutschland gewinnt weiter

Wieder gewonnen! Deutschland schlägt Spanien mit 2,5:1,5, bleibt in Reichweite der Medaillenplätze (!) und bekommt für die wunderbare Performance bisher eine ebenso wunderbare Belohnung: ein Duell gegen den Medaillenkandidaten Frankreich, Nummer fünf der Setzliste, mit dem mächtigen Maxime Vachier-Lagrave am ersten Brett. Oh, là, là. Wieder wird vieles davon abhängen, ob ganz vorne Liviu Dieter Nisipeanu wie gegen Israel, wie gegen die Niederlande und wie jetzt gegen Spanien den mit Abstand besten Mann der Gegner aus dem Match nehmen kann. Möge sich auch MVL an Beton-Dieter die Zähne ausbeißen. Den Rest erledigt im Zweifel Daniel Fridman, der mittlerweile bei fabelhaften 6,5/7 steht. Mit einer Perfomance

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Österreich: Herren siegen 3:1 gegen Schweden

Österreichs Herren feiern mit einem 3:1 gegen Schweden den dritten Sieg in Serie und den bereits sechsten insgesamt. Am Spitzenbrett erlaubt Markus Ragger einem bisher groß aufspielenden Nils Grandelius nicht den Funken einer Chance auf Vorteil und remisiert problemlos. Peter Schreiner unterstreicht seine gute Form mit einem Remis gegen Jonathan Westerberg und bleibt weiter ungeschlagen. Den österreichischen Sieg fixiert das “Mittelfeld” mit Valentin Dragnev und David Shengelia. Dragnev besiegt mit Weiß Tiger Hillarp Persson, Shengelia mit Schwarz Erik Blomqvist. Österreich liegt nun punktegleich mit Norwegen, Russland, Kroatien, Moldawien und Italien am geteilten 10. Platz und bekommt es morgen mit Kroatien

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Zwei Schweizer Siege in der 8. Olympiade-Runde

Markus Angst – Erstmals seit der Startrunde blieben im 8. Durchgang der Olympiade in Batumi (Geo) beide Teams des Schweizerischen Schachbundes (SSB) siegreich. Die vier Schweizer Grossmeister feierten gegen das mit einem GM und drei IM angetretenen und an drei von vier Brettern schwächer besetzten Dänemark einen knappen 2½:1½-Sieg. Zwar verlor der nach seinem Glanzstart (4 aus 5) etwas aus dem Tritt geratene (danach ½ aus 3) GM Sebastian Bogner am ersten Brett seine zweite Partie. Doch an den Brettern 2 und 3 gewannen GM Nico Georgiadis und GM Noël Studer, und am vierten Brett steuerte GM Florian Jenni bei seinem dritten

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Ansturm der Favoriten abgewehrt: Deutschland bleibt ungeschlagen

Mit 9:1 Punkten gestartet, die favorisierten Ungarn besiegt: Viel besser hätte die Schacholympiade für die deutsche Mannschaft nicht beginnen können. Aber wer oben mitspielt, der bekommt dicke Brocken vorgesetzt, ein Gesetz des Schweizer Systems. Würden die Deutschen abstürzen oder weiter im Konzert der Großen mitspielen? Jetzt sind sieben von elf Runden gespielt, die Nationalmannschaft hat sich mit den nominell stärkeren Israelis (angeführt von Boris Gelfand) und Niederländern (mit Anish Giri am ersten Brett) auseinandersetzen müssen, und sie steht weiter ohne Niederlage da. Beiden Favoriten rangen die Deutschen ein Unentschieden ab. Mit 11:3 Punkten liegen sie nun auf dem neungeteilten fünften Platz, zwei Punkte hinter

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OLYMPIADE BATUMI: DEUTSCHLAND WEITER UNGESCHLAGEN

Frank Hoppe – Gegen die starke Niederlande, bei denen der Deutsche Jan Gustafsson Kapitän ist, gab es nach wechselvollem Spielverlauf am Ende vier Punkteteilungen. Für die Niederlande bedeutete der Punktverlust gleich die Einbuße von acht Plätzen in der Rangliste. Sogar Deutschland, das nach 6 Runden noch fünf Plätze hinter dem Nachbarland lag, wurde dabei überholt. Nach sieben Runden gehört Deutschland zu den fünf Mannschaften, die noch ungeschlagen sind. Das gelang bisher nur den führenden Mannschaften von Aserbaidschan, Polen und USA sowie den siebtplazierten Israelis. Br. Deutschland Elo 2:2 Niederlande Elo 4.1 GM Liviu Dieter Nisipeanu 2661 ½:½ GM Anish Giri 2780 4.2

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