Deutscher Schachpreis 2017 für Gustaf Mossakowski und Erik Kothe

Der Deutsche Schachpreis ist die höchste Auszeichnung des Deutschen Schachbundes für herausragende Verdienste um die Förderung des Schachs. Wie wichtig die beiden Technikexperten für das Jugendschach sind, beschrieb der Vorsitzende der Deutschen Schachjugend, Malte Ibs, in seiner Bewerbung: “Erik Kothe und Gustaf Mossakowski haben mit einem überragenden ehrenamtlichen Engagement den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Schachjugend prägend gestaltet. Bei meiner Recherche war es gar nicht einfach rauszufinden, wie lange es tatsächlich ist. In den 90er Jahren habe ich mich mit der Feststellung, dass es über 20 Jahre sind, zufrieden gegeben. […] Ohne Erik Kothe und Gustaf Mossakowski würde die Deutsche Schachjugend

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Österreich: Dragnev ist Großmeister

Der gestrige Sonntag bringt in der 13. Runde der deutschen Bundesliga für das österreichische Schach eine Jubelmeldung aus Berlin. Valentin Dragnev gewinnt am ersten Brett von Bayern München gegen Michal Olszewski und sichert sich in seiner neunten Saisonpartie mit einer Performance von 2639 seine dritte Norm für den Titel eines Großmeisters. Zuvor hatte Dragnev in den Runden sechs und sieben mit Maxim Rodshtein und Matthias Bluebaum zwei weitere Großmeister geschlagen. Seine ersten beiden Normen hat Dragnev 2016 in Zadar und 2017 in Gibralter erzielt. Danach hat er einige Male die dritte Norm denkbar knapp verpasst. Jetzt ist der Bann gebrochen

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35. Äskulap-Turnier Görlitz 2018

Morgen ist es wieder soweit. Die 35. Auflage des Äskulap wirft seine Schatten bereits voraus und der veranstaltende Verein freut sich, ab dem 28. März wieder Schachspieler, Zuschauer und Interessierte aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland in Görlitz begrüßen zu dürfen. Ob Open, Wertungszahl begrenztes Turnier oder Junior-Turnier; für alle aktiven Spieler oder auch solche, die es werden wollen, ist sicherlich die passende Herausforderung am Brett dabei. Die Teilnehmerliste führt der Bundesligaspieler und Großmeister Gerry Hertneck (Foto), der bereits zum 7. Mal dabei ist, an. Er muss sich allerdings mit einigen starken Polen messen, die ihm den Turniersieg sicher

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CBTV Austria – Montag, 12. März 20:45, Judith Polgar

Judith Polgar (Foto) ist nicht nur die beste Schachspielerin aller Zeiten, sie prägt – selbst nach Beendigung ihrer Karriere – das Schachgeschehen bis in die heutige Zeit. Sie coacht das ungarische Herrennationalteam und betätigt sich mit zahlreichen tollen Veranstaltungen als überaus sympathische „Botschafterin des Schachs“. Nächste Woche wird sie in Wien im Palais Esterhazy Vorträge vor 100 Managern halten und am nächsten Tag gegen 20 ausgewählte Spieler eine Simultanvorstellung geben. Die Nationalspielerinnen Denise Trippold und Veronika Exler werden die Veranstaltung organisatorisch begleiten. Als Vorschau zeigen Denise Trippold und Harald Schneider-Zinner ausgewählte Partien aus ihrem großartigen Buch „Judith Polgar – How

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Anand gewinnt Tal Memorial Schnellschach

Drei ereignisreiche Tage in Moskau, dreimal fünfzehn Schnellpartien weitgehend zwischen Spielern mit Schnellschach-Elo über 2700. Das gilt allerdings momentan nicht für Dubov – der dann aber vielleicht die Partien des Turniers spielte – oder Gelfand. Der Veteran hatte im August 2017 noch Schnellschach-Elo 2745, spielte dann jedoch zweimal in Russland. Anfang August verlor er in Nazran (liegt in Inguschetien, und das liegt im Nordkaukasus) ein bzw. zwei Matches gegen Inarkiev, über Weihnachten waren dann in Moskau russische Jungstars zu harte Nüsse, zweimal 52 Elopunkte waren futsch. Beide sind nun immerhin weiterhin oder wieder in der Schnellschach top100 vertreten. Die drei

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Kleine Biberach-Kunde

Beliebte Ortsnamen gibt es mehr als einmal. So verhält es sich auch mit Biberach. Der bekannteste Vertreter Biberachs dürfte Biberach an der Riß sein. Okay, da habe ich Heimvorteile, weil aus dieser Gegend einer meiner Lieblingsdichter her stammt: Christoph Martin Wieland (*1733 Oberholzheim bei Biberach, +1813 Weimar). Von ihm stammen die ersten Shakespeare Übersetzungen in Deutschland, Übertragungen von Horazscher Satiren und Briefe sowie mehr als 80 eigene Werke. Da diese weitgehend unbekannt sind, möchte ich zumindest auf die beiden Bände „Geschichte der Abderiten“ hinweisen. Das griechische Abdera entspricht Schilda, Abderiten sind die griechische Variante der Schildbürger. Wie der Dichter da

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Heimspielpremiere der Schachfreunde Deizisau

Die Schachfreunde Deizisau richten das erste Bundesliga-Wochenende ihrer Vereinsgeschichte aus. Der 1. Vorsitzende, Sven Noppes, blickt auf die Kämpfe voraus. Von Sven Noppes Am kommenden Wochenende findet unser erstes und in dieser Saison einziges Heimspielwochenende am Neckar statt. Austragungsort ist die von den großen Deizisauer Turnieren bekannte Gemeindehalle (Altbacher Str. 5). Zu Gast werden die langjährigen Bundesligisten USV TU Dresden, SF Berlin und unser Reisepartner SK Schwäbisch Hall sein. Da alle Mannschaften nach ELO-Zahlen auf einen vergleichbaren Niveau sind, können die Zuschauer spannende Wettkämpfe erwarten. Die Gastgeber gehen als Tabellenfünfter in das Wochenende, dicht gefolgt vor dem punktgleichen Reisepartner. Dresden

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Fairness vor Recht

In diesem Artikel https://www.chess-international.de/archive/79011 waren die Böblinger die Leidtragenden und verloren kampflos 0:8, weil sie einer Spielverlegung Ihrer Stuttgarter Gegner zustimmten und dabei einen folgenschweren Fehler begingen. Hört sich komisch an, war aber so: Weil einige der Stuttgarter Stadtfreunde bei der Seniorenmeisterschaft mitspielten, wollte Stuttgart den Termin vom 24.09 auf den 22.10. verlegen. Dabei ist den Böblingern folgender Fehler unterlaufen: Ein Spieler, der am 24. September bereits im Einsatz war, wurde als Ersatzspieler am 22. Oktober eingesetzt. Das ist insofern nicht verwunderlich, denn wenn drei Mannschaften am gleichen Tag spielen, kann es schon mal Nachrücker geben. An solchen Tagen stellen

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Unterhaltsamer Schachunterricht mit IM Elisabeth Pähtz

Elisabeth Pähtz bringt die Faszination für Schach ins Familienzentrum Plus, in Lüneburg Text: Karol Lalla – Ihre aktuellste Gewinnpartie vom Gibraltar Open, brachte Elli zu Beginn aufs Demobrett mit. Aufmerksamkeit und voller Respekt war ihr sicher von den Zuschauern, die von 6-66 Jahre alt waren. Ein Kurzreferat über mentale Stärke im Schach, lockerte die Stimmung auf. Zwischen dem letzten Platz bei den Mindgames in China und dem 3. Platz bei der Schnellschach WM in Doha, in Saudi-Arabien, lag nur eine Woche. Mit ihrem französischem Teamkapitän und zwei weiteren französischen Großmeistern, machte sich Elli mental fit, um den sagenhaften 3. Platz

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Schreibwettbewerb „Schach macht Spaß“ startet

Einige von Euch werden sich die Augen reiben, wenn Sie Schreibwettbewerb „Schach macht Spaß“ lesen. Wie passt das mit Schach als Sport und der Vereinsarbeit zusammen? Ganz einfach, wir bemühen die anderen Seiten von Schach – nämlich Bildung und Kunst – für unser gemeinsames Ziel, Menschen für Schach zu interessieren und zu begeistern. Wer schon mal darüber nachgedacht hat, wie man Schach öffentlichkeitswirksam präsentieren kann, hat schnell Grenzen gespürt. In der heutigen Medienwelt wahrgenommen zu werden, ist nicht einfach. Eins ist dennoch geblieben – die Menschen mögen Geschichten. Das Radio macht es uns vor. Trotz visueller Medien wie Internet und

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Frauenbundesliga: Schwäbisch Hall gewinnt in Hamburg

Mit einem 3,5-2,5 im Spitzenspiel gegen Hamburg und einem 5,5-0,5 gegen Kiel ist Meister Schwäbisch Hall weiterhin verlustpunktfreier Tabellenführer in der Frauenbundesliga. Auf Platz 2 folgt Titelfavorit Baden-Baden nach zwei ungefährdeten Siegen gegen Lehrte und Erfurt vor Hamburg. In den Abstiegskampf ist mächtig Pfeffer gekommen, Sieger des Spieltags war der SV Hofheim, mit drei nicht unbedingt erwarteten Punkten gegen Leipzig und Rodewisch steht man jetzt sogar über dem Strich und hat von allen Abstiegskandidaten das leichteste Restprogramm. Hier die Informationen zu den Geschehnissen an den einzelnen Spielorten (mit Schwerpunkt Hamburg). Spielort Erfurt Baden-Baden wurde seiner Favoritenrolle mit 2 glatten Siegen

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Frauenbundesliga startet in die 2. Saisonhälfte

Am Wochenende finden die 6. und 7. Runde der Schach-Frauenbundesliga statt. Ausrichter sind Leipzig, Erfurt und Hamburg. Aufgrund der vielen gleichzeitig stattfindenden hochkarätigen Turniere stellen sich die Spitzenmannschaften zum Teil von alleine auf, Überraschungen sind daher nicht ausgeschlossen. Insbesondere das Open in Gibraltar zieht traditionell viele Schachspielerinnen an, da es hier gerade bei den Frauen hohe Preisgelder zu gewinnen gibt. Daher ist bei den Frauen auch dieses Jahr wieder fast die komplette Weltspitze am Start (Ausnahmen Hou Yifan und Harika Dronavalli, die beide in Wijk aan Zee spielen). Zudem wurde das Turnier gerade wieder zum besten Open des Jahres 2017

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Schweiz: Die SSB-Homepage erstrahlt in neuem Glanz

YourSwissChess und Jugendschach werden aufgewertet Markus Angst –  www.swisschess.ch, die Homepage des Schweizerischen Schachbundes (SSB), ist zu einem unverzichtbaren Kommunikationstool zwischen dem Verband und seinen Mitgliedern geworden. Um auch Schachspieler(innen), die (noch) nicht Mitglied eines Vereins sind, verstärkt anzusprechen, bekam die Startseite ein neues Layout. Erschienen bisher ausschliesslich News zu SSB-Turnieren, Schweizer Open und Erfolgen von Schweizer Einzelspielern und Mannschaften im Ausland, so gibt es neben der Top-News oben links neu drei News-Kategorien. Unter Schachbund-News finden Sie weiterhin aktuelle Meldungen zur Schweizer Schachszene. Die Berichte über die verschiedenen SSB-Anlässe wandern unter «Aktuelle Turniere» gleichzeitig in die jeweilige Turnierkategorie (SMM/SGM/TC/SEM/BT). Dort werden

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Außenministerin Österreichs gratuliert Anna Muzychuk

Doppelweltmeisterin und Titelverteidigerin GM Anna Muzychuk (Ukraine) wird, ebenso wie ihre Schwester Maria, nicht an den Blitz- und Schnellschach Weltmeisterschaften, die vom 25. bis 30. Dezember 2017 in Saudi-Arabien stattfinden, nicht teilnehmen. Sie schrieb dazu auf Facebook: “In ein paar Tagen werde ich zwei Weltmeistertitel verlieren – Einen nach dem Anderen. Nur weil ich mich entschieden habe, nicht nach Saudi-Arabien zu gehen. Nicht nach den Regeln eines Anderen zu spielen, nicht Abaya zu tragen, nicht begleitet zu werden um nach draußen zu kommen und überhaupt nicht, mich als eine sekundäre Kreatur zu fühlen. Vor genau einem Jahr habe ich diese

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GEORGIOS SOULEIDIS GEWINNT NEW CHESS BRAINS

Der Internationale Meister Georgios Souleidis dominierte das zweite vom Deutschen Schachbund veranstaltete New Chess Brains Turnier in Hamburg. Der bekannte Schachjournalist gehörte dabei weniger zu den “neuen Schachhirnen”, zählt seins doch bereits 45 Jahre. Er gehörte aber zu jenen Teilnehmern, an denen sich die wirklich neuen Schachhirne abrackern sollten. Einer von ihnen tat das sogar sehr erfolgreich. Das 16-jährige Berliner Talent Emil Schmidek brachte dem ansonsten sehr souveränen (7½ aus 9) Souleidis in Runde 7 die einzige Niederlage bei. Dritter wurde der 15-jährige Hamburger Luis Engel, der wiederum den 17 Monate älteren Berliner als Einziger bezwingen konnte. Besonders hervorgehoben werden muß die einzige Dame im

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Ein Trainings-Team auf dem Weg zum Super-GM

Den Dt Meister von 2010, der Hamburger Großmeister Niklas Huschenbeth (25), zeichnet seine “Beharrlichkeit an einzelnen Spielsystemen zu feilen und feinzujustieren” (GM Bindrich, über GM Huschenbeth), aus. Es gibt nicht viele, die so die Nähe zur Vollkommenheit anstreben, wie er. Mit bereits 18 Jahren, erstürmte er den Deutschen Schachthron der Männer, löste sich mit einem Schritt komplett vom Jugendschach. Sicher angespornt vom jungen Magnus Carlsen und seinem märchenhaften Erfolg, aber sicher auch das Selbstvertrauen kein Remis gegen Stärkere anzunehmen und jedes Match auszufighten. Inzwischen hat Niclas grundsolide sein Bachelor in Psychologie an der Eliteuni Baltimore mit 1,0 in der Tasche.

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Allen Besuchern und Freunden einen guten Rutsch in das Jahr 2018

Liebe Schachfreunde, das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Gelegenheit für uns, sich bei allen zu bedanken, die unsere Seiten besucht haben und bei allen, die mitgeholfen haben den Schach-Ticker mit Leben zu füllen. Als der Schach-Ticker vor 17 Jahren das Internet für sich entdeckte, hatte keiner an eine rosige Zukunft geglaubt. Jahr für Jahr stiegen die Besucherzahlen. Heute schreiben viele Hobby-Redakteure ehrenamtlich für den Schach-Ticker. Ohne Zwang und vor allem unabhängig. Das Jahr 2017 ist mit großem Abstand das Beste seit Bestehen des Schach-Tickers. Millionen von Zugriffen auf dem Schach-Ticker sprechen eine deutliche Sprache. Dafür nochmals herzlichen Dank

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Viel Schach über die Feiertage in der Schweiz

Festtags-Turniere in Zürich, Riehen, Leissigen und San Bernardino: Deutschlands Nummer 1 GM Liviu-Dieter Nisipeanu gibt sich beim Zürcher Weihnachts-Open die Ehre Markus Angst – Der amtierende deutsche Meister GM Liviu-Dieter Nisipeanu startet beim 41. Zürcher Weihnachts-Open, das vom 26. bis 30. Dezember im Hotel «Crowne Plaza» stattfindet, aus der Pole-Position. Der gebürtige 41-jährige Rumäne, der seit 2014 für Deutschland spielt, aktuell das Ranking in unserem nördlichen Nachbarland anführt, in der Weltrangliste mit 2673 ELO auf Platz 74 steht und bei der Mannschafts-Europameisterschaft auf Kreta in diesem Herbst am ersten deutschen Brett siebenmal remisierte, kam bei der FIDE-Weltmeisterschaft 1999 in Las

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Frauenbundesliga: 3-3 zwischen Baden-Baden und Bad Königshofen

Am vergangenen Wochenende fand die zweite Doppelrunde der Frauenbundesliga statt, außerdem wurde die Einzelrunde der Reisepartner untereinander komplettiert. Neuer Tabellenführer ist Titelverteidiger Schwäbisch Hall vor dem punktgleichen Hamburger SK. Titelfavorit Baden-Baden folgt einen Punkt dahinter. Gegen Bad Königshofen gab es nur ein 3-3 Unentschieden, auch dadurch begünstigt, dass Baden-Baden nicht alle Topspielerinnen ans Brett bringen konnte. Das Titelbild gebührt sicher Alexandra Kosteniuk – siehe unten im Bericht. Hier die Zusammenfassung der Ereignisse an den einzelnen Spielorten. Spielort Kiel Die spannendsten Begegnungen fanden am Samstag statt. Hamburg schlug die Rodewischer Schachmiezen mit 4-2, die auf ihre Topspielerin Anastasia Bodnaruk verzichten mussten.

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Carlsen (Chess Tour), Caruana (London Classic), irgendwie ….

In der zweiten Hälfte des London Classic insgesamt mehr Aufregungen, teilweise auch in Remispartien, und mehr Entscheidungen. Letzteres lag auch daran, dass mehr gepatzt wurde – das gefällt der Chess Tour, deshalb wird in London 2018 voraussichtlich noch mehr gepatzt. Nur einer remisierte konsequent, am Ende alle neun Partien: Hikaru Nakamura. Er bekommt allerdings nicht das Titelbild, sondern Caruana – der und Nepomniachtchi remisierten an neun Spieltagen ebenfalls neunmal, allerdings über mehr als neun Partien. Fotos vor allem von Lennart Ootes, gelegentlich (dann angegeben) von anderen. Lange “gehörte” das Titelbild Nepomniachtchi, dann kam es anders. Um eingangs noch drei Spieler

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