Ausgelesen! [26]

„Das d6-Repertoire“ von Jörg Hickl und Dr. Erik Zude, veröffentlicht vom Schachreisen-Verlag – eine Buchempfehlung von JULIA KIRST.   Eröffnungsbücher gibt es wie Sand am Meer und es erscheinen immer neue – ein schier endloser Markt. Die Qualität dieser Bücher ist sehr unterschiedlich – manche Autoren scheinen zu meinen, dass der Mensch wie ein Computer „denkt“ respektive rechnet. Genauso sehen dann auch die Bücher aus: Viel Text in Form von komplizierten Varianten und wenig Erklärungen. Andere sind da „menschlicher“ und beachten, dass ein Schachspieler eine Eröffnung verstehen muss, wenn er sie erfolgreich anwenden möchte. Und am besten ist es, wenn

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Ausgelesen! [25]

„ZEIT-Schachwunder“ von Dr. Helmut Pfleger, veröffentlicht vom Verlag Edition Olms – eine Buchempfehlung von JULIA KIRST   Unser geliebtes königliches Spiel ist den meisten großen Tageszeitungen oft nur eine Randnotiz wert. Zwar gibt es zahlreiche Schach-Blogs und über WM-Duelle sowie Kandidatenkämpfe wird ausführlich auf Seiten wie z. B. Spiegel online im Netz berichtet, aber im Printformat ist das Thema Schach große Mangelware. Und doch gibt es eine Ausnahme, die besonders erwähnenswert ist. Seit 1982 gibt es in der wöchentlich erscheinenden DIE Zeit eine Schachspalte, in welcher der deutsche Großmeister Dr. Helmut Pfleger den Lesern eine Taktikaufgabe stellt und nebenbei humoristische

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Steinitz, ein Pionier des Schachspiels – Teil 2

Wie im Kalenderblatt anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des ersten WM-Titelgewinnes von Wilhelm Steinitz angekündigt, veröffentlichen wir eine zweiteilige Folge mit dem Thema „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“  – Von JULIA KIRST   Hier ist der zweite Teil der Folge „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“ der Rubrik „Ausgelesen“ über den ersten Schachweltmeister Wilhelm Steinitz.   Ich beschäftige mich in dieser Folge mit den Büchern „A Memorial to William Steinitz“ von Charles Devidé, „Die Meister des Schachbretts“ von Richard Réti, „Feldherrenkunst im Schach“ von Max Euwe und „Meine großen Vorkämpfer, Band 1“ von Garri Kasparow. Dabei lege ich im Gegensatz zu Folge

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Steinitz, ein Pionier des Schachspiels – Teil 1

Wie im Kalenderblatt anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des ersten WM-Titelgewinnes von Wilhelm Steinitz angekündigt, veröffentlichen wir eine neue Folge der Rubrik „Ausgelesen“ mit dem Thema „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“  – Von JULIA KIRST   Über den ersten Weltmeister sind so viele Bücher veröffentlicht worden. Ich habe mich auf sieben Bücher beschränkt. Aus diesen sieben Werken ließ sich aber so viel Material entnehmen, dass ich diese Folge in zwei Teile splitte.   In Teil 1 beschäftige ich mich mit den Büchern „William Steinitz, Chess Champion“ von Kurt Landsberger, „Steinitz – move by move“ von Craig Pritchett und „Der Entscheidungskampf zwischen

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Na dann lösen Sie mal schön!

Heft 2 von „SCHACH-PROBLEM – Die rätselhaften Seiten von Fritz“ ist erschienen – Eine willkommene Einladung zum TAKTIK-Training – Von RAYMUND STOLZE   In Folge 23 unserer Rubrik „Ausgelesen“ hatte ich das Premierenheft von „SCHACH-PROBLEM – Die rätselhaften Seiten von Fritz“ vorgestellt und darauf hingewiesen, dass die neue Zeitschrift aus dem Hause ChessBase dreimal jährlich erscheinen wird. Seit Montag [15. Februar] ist nun die Nummer 2 in allen Bahnhofsbuchhandlungen, aber auch im Schach-Fachhandel sowie in gut sortierten Buchhandlungen und natürlich direkt im Shop des Hamburger Unternehmens erhältlich.   „Die Premierenausgabe wurde überraschend gut angenommen, sowohl im Pressevertrieb [es gab viele

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AUSGELESEN! [24]

André Schulz: Das große Buch der Schach-Weltmeisterschaften – 46 Titelkämpfe – von Steinitz bis Carlsen – Anmerkungen zu einer WM-Chronik von RAYMUND STOLZE   PROLOG   Die nachfolgenden vier Zitate habe ich bewusst aus dem Vorwort ausgewählt [Seiten 7-8], weil ich denke, dass sie das Ziel für dieses Projekt formulieren. Bei Rezensionen sollte man ehrlicherweise untersuchen, wie es dem Autor gelungen ist, seinen Ansprüchen tatsächlich gerecht zu werden …   [1] Unzählige Bücher wurden zu den einzelnen Weltmeisterschaften geschrieben, wobei naturgemäß zumeist die Partien der WM-Kämpfe im Mittelpunkt der Betrachtung standen. Übergreifende Darstellungen der verschiedenen Schachweltmeisterschaften gab es bisher jedoch

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AUSGELESEN! [23]

Premiere für SCHACH-PROBLEM – Die rätselhaften Seiten von Fritz – Überlegungen zu einer neuen Zeitschrift aus dem Hause ChessBase – von RAYMUND STOLZE   Ich kann mich noch gut an jene Jahre erinnern, als ich für das Schachbuch-Programm der Edition Olms verantwortlich gewesen bin und stets auf der Suche nach neuen Ideen war. Sehr genau habe ich deshalb die Entwicklung der Produkte bei ChessBase verfolgt und mich stets gefragt, wo denn die größte Schnittmenge zwischen den innovativen Angeboten aus Hamburg und unserem Verlag sein könnte. Einige Male ist es zu sinnvollen Kooperationen für beide Seiten gekommen, beispielsweise bei den zwei

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Ausgelesen! [21]

Von Wegen zum Matt, Intuition und einem Schachkurs mit John Nunn – Drei Buchtipps aus der deutschsprachigen Backlist des GAMBIT Verlages von RAYMUND STOLZE   Schachbücherpakete von einen so renommierten Verlag wie GAMBIT aus London erhält man nicht alle Tage. Und noch dazu sind alle drei in Deutsch! Aber das ist bei dem 1997 von dem Trio Murray Chandler, Dr. John Nunn – der Mann gehörte einmal zu den TOP 10 in der Welt – und Graham Burgess gegründeten Unternehmen längst normal. Verantwortlich für diese Produktionsschiene zeichnet seit 2002 Petra Nunn.   Verlagen, die eine solche Nische wie das Thema

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Ausgelesen! [20]

Alexander Matanovic: SCHACHINFORMATOR 125 – [M]eine Buchempfehlung von RAYMUND STOLZE   Zu feiern gilt es ein Jubiläum, und allen Machern in Belgrad sei recht herzlich gratuliert! Im Jahr 1966 erschien der erste Band des SCHACHINFORMATOR, und jetzt im Oktober 2015, also fast fünf Jahrzehnte später ist die 125 Ausgabe erschienen.   Und ich kann stolz erklären: Alle Bände sind in meinem Besitz, und was noch viel wichtiger ist, ich arbeite mit ihnen regelmäßig! Sowohl für Buchprojekte, Artikel und bei der Vorbereitung auf meine Fernschachpartien leistet mir dieses geballte Schachwissen treue Dienste! Weil es mehr ist als nur eine Schachdatenbank, und

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Ausgelesen [19]

„The Art of SACRIFICE“  von Rudolf Spielmann, durchgesehen und ergänzt von Karsten Müller, Russell Enterprises Inc. 2015 – eine Buchempfehlung von RAYMUND STOLZE „Grandmaster Karsten Müller’s notes to the original text, along with the new material, brilliantly complements Spielmann’s classic work.“ Garry Kasparov   Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Frau Rau mich bei einem Besuch in Düsseldorf Ende 1989 dafür begeisterte, in der Schach-Praxis Reihe ihres Verlages den Klassiker „So darfst Du nicht Schach spielen“ von Eugène Snosko-Borowsky zu „modernisieren“.   Mit Rainer Knaak und Lothar Vogt hatte ich schnell zwei Großmeister gefunden, die damals mehr als

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Ausgelesen [18]

„So gewinnt Karpow“ von Edmar Mednis, veröffentlicht vom Verlag Walter de Gruyter – eine Buchempfehlung von JULIA KIRST   Das Buch mit dem einfachen Titel „So gewinnt Karpow“ hat die Intention, das berühmt gewordene, perfekte Positionsspiel des zwölften Schachweltmeisters dem Leser näher zu bringen. Der Autor Edmar Mednis (22. März.1937 – 13.Februar 2002) war jahrelang einer der besten Spieler der USA und konkurrierte mit Fischer und Reshevsky.   Im Dezember 1962 bezwang er als erster Spieler überhaupt Bobby Fischer bei US-Meisterschaften in New York. Seit Fischer das erste Mal 1957 an den amerikanischen Titelkämpfen teilnahm, die er insgesamt achtmal gewinnen

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Ausgelesen [17]

Von Hans-Joachim Hecht [„Rochaden – Schacherinnerungen“] und Wolfgang Uhlmann [„Meine besten Partien“] sind neue Bücher erschienen – Eine Betrachtung von RAYMUND STOLZE   Ich gebe zu, dass die Gefahr bei Buchbesprechungen vor allem darin besteht, dass dem Autor häufig ungerechtfertigt vorgeworfen wird, nicht jenen Erwartungen zu entsprechen, die der Rezensent hat. Nun, wenn es denn so ist, dann kann ich dem Kritiker nur empfehlen, selbst zu schreiben …   Und noch ein einleitender Gedanke: Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich jede Ausgabe des inzwischen nicht mehr erscheinenden Magazins „SCHACHWELT“ käuflich am Kiosk erworben habe, allein wegen

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Ausgelesen [16]

Siegerwege 001 – Sizilianische Wendepunkte & Schlagvariante von Heinz Rätsch / Harald Fietz ist eine sehr bemerkenswerte Neuerscheinung – von RAYMUND STOLZE   Es ist höchst selten, dass wir auf unsere Kalenderblätter schriftliche Reaktionen bekommen. Im Fall des Beitrages zum 80. Geburtstag des Heinz Rätsch, den wir im Dezember 2014 veröffentlicht haben [ https://www.chess-international.de/Archive/31232#more-31232 ], war das jedoch der Fall. Seine Anerkennung verband Harald Fietz, der seit den 1990er-Jahren schachpublizistisch tätig ist [u. a. als International Editor des Schach-Informators], mit dem Hinweis, dass er gemeinsam mit der verdienstvollen Trainerlegende aus Thüringen an einer Trilogie Siegerwege arbeiten würde.   Nun also

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Ausgelesen! [14]

Christian Hesse legt mit Damenopfer sein zweites Buch mit „Erstaunlichen Geschichten aus der Welt des Schachs“ vor – Anmerkungen von RAYMUND STOLZE   Ja, es gibt sie tatsächlich noch – die außergewöhnlichen Schach-Geschichten-Bücher, die einen quasi hineinziehen in die kleine Welt in der großen. Und sie verdienen zurecht unsere Aufmerksamkeit und öffentlich bekannt gemacht zu werden!   In dem Band ALLES ÜBER SCHACH von Michael Ehn und Hugo Kastner [Humboldt 2010] gab es ein Kapitel „Schachbücher für die Insel”. In dieser Empfehlungsliste, die selbstverständlich stark subjektiv gefärbt ist, präferierte das Wiener Autoren-Duo unter 15 aufgelisteten Schachwerken für „lange Nächte und

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Ausgelesen [15]

„The Sorcerer’s Apprentice“ von David Bronstein und Tom Fürstenberg, Verlag New in Chess – eine Buchempfehlung von JULIA KIRST   David Bronstein (19.02.1924 – 05.12.2006) ist Schachkennern vor allem dadurch bekannt, dass er das WM-Match 1951 als Herausforderer gegen den amtierenden Weltmeister Michail Botwinnik nicht gewinnen konnte. Es wurden 24 Partien gespielt und Bronstein führte nach 22 Runden mit 11,5 – 10,5. Die 23. Runde verlor er und in der 24. Runde trennten sich die Kontrahenten remis, sodass das Gesamtergebnis des WM-Kampfes 12 – 12 war.   Damals lautete die Regelung wie folgt: Der Herausforderer muss das Match gewinnen [also

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Ausgelesen! [13]

Chess Endgames for Kids von Karsten Müller ist ein starker Schlussstein in der GAMBIT-Reihe für Kids und Anfänger – (M-)eine Buchempfehlung von RAYMUND STOLZE   Gestatten Sie mir bitte einleitend zunächst zwei Anmerkungen!   Die erste betrifft den englischen Schachbuch-Verlag. GAMBIT Publications Ltd. Ist 1997 gegründet worden von dem Trio Murray Chandler, Dr. John Nunn – der Mann gehörte einmal zu den TOP 10 in der Welt – und Graham Burgess. Fünf Jahre später – und ich habe das mit Interesse verfolgt – wurde die ersten deutschsprachigen Titel veröffentlicht, für die Petra Nunn verantwortlich zeichnet. Ich war damals Lektor beim

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Ausgelesen! [12]

„Ein Rundflug durch die Schachwelt“ von Rudolf Spielmann, neuveröffentlicht vom Jens-Erik Rudolph Verlag – Eine Buchempfehlung von JULIA KIRST   Der österreichische Schachspieler und -autor Rudolf Spielmann ist als glänzender Angriffsspieler bekannt. So erklärte Richard Réti in „Die Meister des Schachbretts“: „Spielmann wird als der letzte Romantiker einen Ehrenplatz in der Schachgeschichte einnehmen.“   Rudolf Spielmann wurde am 5. Mai 1883 in Wien geboren. Er begann ein Mathematikstudium, brach dieses aber ab, weil er fortan nur noch Profischachspieler sein wollte. Das Turnier in St. Petersburg im Jahre 1909 markierte seinen Aufstieg in Weltspitze: Er wurde Dritter hinter Lasker und Rubinstein.

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Ausgelesen! [11]

Elmar Hennlein gibt eine erstaunliche Chronik über die Schach-Olympiaden der Frauen von 1957-2012 heraus – Eine ernst gemeinte Empfehlung von RAYMUND STOLZE   „Weil auch Frauen exzellent Schach spielen können“ ist für den Berliner Autoren Christoph Brumme in seiner „Hommage an das königlichste aller Spiele“ der 43. der insgesamt „111 Gründe, Schach zu lieben“ [sein gleichnamiges lesenswertes Buch ist im vergangenen Herbst bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen]. Nur schade, dass „Frauenschach“ selbst in den einschlägigen Schachzeitungen bislang bestenfalls eine stiefmütterliche Rolle spielt.   Ich will den Sachbuchautoren Elmar Hennlein nicht als „Don Quichotte“ bezeichnen, aber es gehört schon gehöriger Mut

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Ausgelesen! [10]

111 Gründe, Schach zu lieben – Eine Hommage an das königlichste aller Spiele   Der Autor, Essayist und leidenschaftliche Schachspieler Christoph Brumme berichtet Erstaunliches, Amüsantes und nachdenklich Stimmendes über das Brett, das die Welt bedeutet   Christoph Brumme liebt Radfahren und Schach. Nach dem Radfahren widmet er nun dem Schachspielen eine überaus erhellende, philosophische und persönliche Hommage: In 111 Gründe, Schach zu lieben entführt er, selbst aktiver Schachspieler, den Leser in alle Bereiche des Spitzen- und Breitensports. Er erklärt die Seele der Schach!guren, würdigt die großen Spieler, die spielentscheidenden Momente, die Skandale und internationalen Verwicklungen, übersetzt den Schachjargon, gibt Einblicke

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Ausgelesen! [9]

Neuerscheinung: Turnierbuch zur „First World Junior Championship Birmingham 1951“!   Nach 64 Jahren erschien vor wenigen Wochen das Turnierbuch zu zwei Turnieren, die 1950 und 1951 im englischen Birmingham stattfanden. Nach einem Vorläuferturnier „First International Junior 1950“ fand im darauf folgenden Jahr die allererste Jugendweltmeisterschaft „First World Junior Championship 1951“ statt, wobei die ersten beiden Runden in Coventry und das restliche Turnier in Birmingham gespielt wurde. Die Möglichkeiten der tapferen Veranstalter waren damals ebenso begrenzt wie die der nicht minder tapferen jugendlichen Teilnehmer, die den abenteuerlichen Weg auf die britische Insel gewagt hatten. Der argentische Teilnehmer erschien mit einem Tag

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