Europacup: St. Petersburg gewinnt dank Tiebreak und trotz Svidler

Ihr Spitzenbrett hat es hinterher auf Twitter so formuliert: “Congrats to my home town team, Bronze Horseman (@N_Vitiugov, V. Fedoseev, M. Matlakov, @Maxrodmax, K. Alekseenko, A. Goganov) for winning their 2nd ECC, despite giving the field a one board handicap.” Maxrodmax ist Maxim Rodshtein, der für Israel spielt aber gebürtiger St. Petersburger ist. Seinen eigenen Namen erwähnt Peter Svidler nicht, als einziger von sieben erzielte er weniger als 50% – Details später. Alternativ war als Titel auch denkbar “Valerenga hatte nur sechs Runden Dusel”, aber es wurden eben sieben gespielt – und zum Schluss trafen sie auf St. Petersburg bzw.

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Tag der Entscheidung

Heute folgt in Porto Carras beim Vereins-Europacup 2018 der Tag der Entscheidung. Gestern hatten Magnus Carlsen und sein norwegisches Team Valerenga Sjakklubb gut lachen. Dank eines Sieges von Nils Grandelius gegen Dmitry Andreikin besiegen die von Spielertrainer Borki Predojevic gecoachten Norweger den großen Favoriten Alkaloid mit 3,5:2,5 und führen damit die Tabelle vor der heutigen Schlussrunde an. Chancen auf den Sieg haben auch ein italienischen Team aus Padua, die russischen Teams St. Petersburg und Molodezhka sowie Novy Bor. Raggers tschechischer Klub erreicht gestern gegen Padua ein 3:3. Navara und Ragger gewinnen gegen Vallejo Pons und David, aber die indische Achse

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Österreich: Ragger wieder auf 2700

Markus Ragger (Foto) gewinnt beim Europacup der Vereine in Griechenland seine dritte Partie in Serie und mit seinem Klub Novy Bor 4,5:1,5 gegen Tessalonikis. Insgesamt ist es bereits Raggers fünfter Sieg in Serie, zudem hat er seit seiner Niederlage gegen Anand bei der Olympiade ungeschlagen 9,5 Punkte aus 11 Partien geholt. Damit ist er in der inoffiziell geführten Live-Rating-List wieder auf einer Elozahl von 2700, die er zuletzt im Februar 2017 erreicht hatte. Danach war Ragger durch zwei schlechtere Ergebnisse beim Graz Open und bei der EM wieder zurückgefallen, jetzt ist er wieder zurück auf seinem bisher höchsten Level. An

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Europacup: Punkteverlust für Raggers Novy Bor

In der dritten Runde des Europacups in Porto Carras gibt es für Novy Bor, den Klub von Markus Ragger, nach zwei überlegenen 6:0 Erfolgen in den ersten beiden Runden, einen ersten Punkteverlust gegen Valerenga Sjakklubb. Am Spitzenbrett gelingt Radoslaw Wojtaszek zwar ein ehrenvolles Remis gegen Weltmeister Magnus Carlsen, aber an den Nachbarbrettern werden Pentala Harikrishna und David Navara ihrer Favoritenstellung gegen David Howell und Nils Grandelius nicht gerecht und verlieren beide Partien. Ein Remis von Borki Predojevic gegen Krishnan Sasikiran sichert den Norwegern die Punkteteilung. Vidit und Laznicka können für die Tschechen nur noch ausgleichen. Ragger hat in dieser Runde

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Österreich: Ragger peilt beim Vereins-Europacup in Porto Carras mit Novy Bor den Titel an

Markus Ragger setzt sich kaum eine Woche nach seiner starken Vorstellung bei der Schach Olympiade in Batumi für den tschechischen Klub Novy Bor schon wieder ans Brett. Diesmal sind die Ziele beim Vereins-Europacup in Porto Carras hochgesteckt. Novy Bor hat mit Wojtaszek, Harikrishna, Navara und Vidit gleich vier 2700-er in der Aufstellung. Ragger ist hinter Sasikiran aber vor Laznicka und Bartel die Nummer Sechs. Damit ist Novi Bor hinter Alkaloid – mit Andreikin und Ding an den Spitzenbrettern – aber vor dem rein aserbaidschanischen Team Odlar Yurdu die Nummer Zwei der Setzliste. Das Ziel ist daher klar der Titel. Eine

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Vorschau zum European Club Cup

Gerade ist die Olympiade vorbei, und schon das nächste Mannschaftsturnier – so kurz danach, dass einige Teilnehmer mit weiter Anreise (konkret vor allem zwei der drei Chinesen) zwischendurch vielleicht gar nicht zu Hause waren. Damit ist bereits erwähnt, dass beim Europacup für Vereinsteams auch Nicht-Europäer mitspielen dürfen – neben den drei Chinesen (Ding Liren, Yu Yangyi und – nicht bei der Olympiade dabei – Wang Hao) auch insgesamt vier Inder (Harikrishna, Vidit, Sasikiran und Sandipan), jeweils über zwei Teams verteilt. Generell sind einige Spitzenteams sehr international besetzt, daneben gibt es auch Teams mit (fast) nur Spielern aus dem eigenen Land.

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Europacup Nachlese und Bildergalerien

Sinn und Zweck einer derartigen Nachlese ist oft, Bilder zu zeigen, für die im Hauptartikel kein “Platz” mehr war – ausserdem auch bei “Redaktionsschluss” noch nicht verfügbare Bilder der Siegerehrung. Zu Team Globus eine kleine Sequenz – zum Zeitpunkt des ersten Fotos wussten sie vielleicht noch nicht, was kommen würde. Fotos wieder von der ; fotografiert hat vor allem David Llada, ausserdem – dann angegeben – Anastasia Karlovich, Basak Goktas und Gurkan Egun. Diesmal auch ein paar Bemerkungen/Gedanken zu “Europacup light” – im Vorbericht hatte ich bereits angedeutet, dass einige Vereine oder Spieler aus ein bis zwei Gründen dieses Jahr

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Europacup der Damen: Batumi gewinnt, aber nur knapp

Nun, wie versprochen und etwas später als geplant, zum Europacup der Damen: Dass die Favoritinnen aus Georgien (verstärkt durch Dronavalli Harika, auf dem Titelfoto auch im georgischen Trikot) Gold gewannen, kam nicht überraschend, zwei andere Dinge durchaus: 1) Es war knapp – nur nach Wertung, und die Schlussrunde wurde noch spannend. 2) Die anderen Medaillen gingen nicht an die beiden russischen Teams, sondern an – in der Setzliste noch dahinter – Aserbaidschan und “Weissrussland plus”. Endstand: Batumi 11(126.5), Odlar Yurdu 11(117.5), Bossa Nova 10(116), Ugra 10(107.5), Legacy Square Capital (Moskau) 8(114.5), Timisoara 8(93.5), Anatolia 8(79), usw. – dahinter drei weitere

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Europacup: Odlar Yurdu Blues

Ich hätte als Titel auch “Favoriten gewinnen am Ende doch” wählen können, aber entschied mich für eine Anspielung auf den Grund, warum dieser Artikel etwas verspätet erscheint. Ausserdem hat der Artikel dadurch (dieses Jahr nicht einfach) eine kleine quasi-deutsche Komponente: Odlar Yurdu (Herren) hat immerhin einen Ex-Deutschen am Spitzenbrett, Odlar Yurdu (Damen) hatte zuvor in ähnlicher Aufstellung die deutsche Damen-Nationalmannschaft überrascht und geärgert – und das war offenbar nicht Zufall oder (aus deutscher Sicht) Unfall oder Eintagsfliege oder “geht nur in Baku”. Bei den Damen spielte Aserbaidschan in Bestbesetzung, bei den Herren fehlten Mamedyarov (Gelegenheits-Sibirier) und Radjabov, daher Naiditsch (kein

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“European Club Cup light”

(Das ist die “aufgewärmte” Vorschau, unten kurz zum Stand nach fünf von sieben Runden in beiden Turnieren) Diesen Titel muss ich wohl erklären: In welcher Hinsicht ist der Europacup für Vereinsteams dieses Jahr weniger stark, und ausserdem weniger “deutsch” besetzt als die letzten Jahre? Dazu ein paar Daten: 2017 36 Teams, 79 GMs, 29 IMs, 19 Spieler mit Elo >2700 (verteilt über 5 Teams), 4 deutsche Spieler. 2016 62 Teams, 145 GMs, 74 IMs, 25-mal >2700 (in 8 Teams), 33 Deutsche. 2015 50 Teams, 111 GMs, 60 IMs, 33-mal >2700 (in 10 Teams), 26 Deutsche. 2014 52 Teams, 118 GMs,

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Bildergalerie zum Europacup

Damen und Herren in Novi Sad Noch nicht allzu viel los beim WM-Match in New York, während der “Champions Showdown” in St. Louis (mit zwei Spielern die mal Weltmeister waren und zwei die das werden wollen bzw. davon träumen) die Erwartungen erfüllt oder auch nicht – eben eine Show-Veranstaltung. Daher zunächst nochmal zum Europacup für Vereinsteams in Novi Sad. Leser des Schachtickers wissen bereits, dass Alkaloid aus Mazedonien da gewonnen hat – Leser von z.B. Chessbase, chess.com und chess24 wissen es (vor lauter New York, New York und teils auch St. Louis) nur, wenn sie sich daneben auch anderswo im

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Alkaloid “im Schongang” Europacup-Sieger (Oparin UPDATE)

Good ol’ Ivanchuk bester individueller Spieler   Man kann den Europacup für Vereinsteams aus verschiedensten Blickwinkeln betrachten: aus Teamsicht, aus individueller Sicht, aus internationaler, deutscher oder auch niederländischer Sicht. Ich mache ein bisschen alles und riskiere damit – der Leser ist vorgewarnt – Überlänge, zumal es nur einen Bericht zu sieben Runden gibt.   Ich beginne mal mit dem Endstand (Mannschaftspunkte, dann nach Tiebreak sortiert): Alkaloid (Mazedonien) 12/14, Mednyi Vsadnik (St. Petersburg), SHSM Moskau, Ashdod (Israel), Odlar Yurdu (Aserbaidschan), Syberia 11, Zhiguli (Samara), AVE Novy Bor, VSK Sveti Nikolaj Srpski (ja, Serbien), Schachgesellschaft Zürich, Ladya Kazan 10. Die Sponsoren kommen

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Vorschau zum European Club Cup

Weitgehend dieselben (Weltklasse-) Spieler, teils für andere Vereine   Das war schon immer so: Einige spielen “alle Jahre wieder” für denselben Verein – am konsequentesten vielleicht Peter Svidler. Der erste Eindruck täuscht da: seit 2009 (und vielleicht schon zuvor, dazu habe ich nicht recherchiert) spielte er sechsmal für St. Petersburg, und nun das zweite Mal für Mednyi Vsadnik. Aber das ist derselbe Verein mit auch weitestgehend denselben Spielern: nur einmal (2010) bekam Svidler nicht das Spitzenbrett, sondern Brett zwei hinter Ivanchuk, und immerhin seit 2012 sitzt neben ihm der Kubaner Leinier Dominguez. Aber andere – einige Beispiele später im Bericht

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Die Kramnik-Show in Skopje

Europacup dann auch aus deutsch(sprachig)er Sicht   Das Titelbild zum Vorbericht hatte Franz Jittenmeier ausgesucht (auch wenn ich den Bericht danach inhaltlich bearbeitet habe), und er hatte einen guten Riecher – daher bekommt der neue Weltranglistenvierte auch dieses Titelbild, alle Fotos Turnierseite. Schliesslich war er mit 4,5/5 an Brett 1 massgeblich am Titelgewinn von Siberia beteiligt – das nominell favorisierte SOCAR aus Aserbaidschan (jedenfalls der Sponsor und die hinteren Bretter) hatte das Nachsehen. Das lag auch daran, dass Kramnik seinen alten Rivalen Topalov (ebenfalls im Bild, aber von hinten) besiegte. Es war ein Start-Zielsieg für Siberia, wobei die letzte Runde

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European Chess Club Cup in Skopje (Mazedonien)

Deutschland ist vertreten durch den SV Werder Bremen und den Hamburger SV   [von Thomas Richter bearbeitet] Vom 17. bis 25. Oktober wird in Skopje (Mazedonien) die Europäische Vereinsmeisterschaft der Frauen und Männer ausgetragen. Bei den Männern sind insgesamt 50 Teams (unterschiedlichen Niveaus) dabei, bei den Damen nur 12 die offenbar (etwas kurios) auch sieben Runden nach Schweizer System spielen. Die Partien werden ab dem 18.10. täglich ab 15 Uhr live im Internet übertragen (Ortszeit, kein Zeitunterschied mit Deutschland).   Zahlreiche Spieler der absoluten Weltklasse sind wieder dabei. Hier einige Teams mit ihren Spitzenbrettern: SOCAR Aserbaidschan: Caruana, Topalov, Giri, Adams, Mamedyarov,

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Frauen-Europacup 2015 ohne deutsches Team

Spielpause kommt den Bundesliga-Spitzenvereinen entgegen, denn ein Dutzend Damen sind in Skopje im Einsatz – Von RAYMUND STOLZE   Dass die Frauen-Bundesliga im Oktober keinen Spieltag absolvieren muss – weiter geht es mit der zweiten Doppelrunde erst am Nikolauswochenende [5./6. Dezember] – wird vor allem die Spitzenvereine freuen. So war zunächst ein Quartett von Titelverteidiger OSG Baden-Baden mit der Weltmeisterin Maria Musitschuk und ihrer Schwester Anna sowie den Exweltmeisterinnen Alexandra Kostenjuk und Antoaneta Stefanowa beim ersten Turnier der neuen Serie des FIDE-Frauen-Grand-Prix 2015-16 in Monte Carlo im Einsatz.   Seit vergangenen Sonntag [18. Oktober] sind beim Europacup der Vereinsmannschaften in

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Schau an, Platz 5 für die Damen!

Beachtliche Leistung von Neuling Bad Königshofen beim Europapokal des Landesmeister in Bilbao – Ein Rückblick von REGINA VOSSENKAUL   „Wir können stolz sein und das sind wir auch“, so das Fazit von Jürgen Müller, Vorsitzender des Schachclubs 1957 Bad Königshofen, nachdem die Frauenmannschaft den 5. Platz im Kampf um den Europapokal errungen hatte. „Es war aber definitiv mehr drin, denn der SC Bad Königshofen unterlag zweimal nur ganz knapp mit 1,5 Punkten (zwei Punkte wären unentschieden) und haben sogar gegen Moskau 2:2 gespielt. Theoretisch wäre sogar eine Bronzemedaille möglich gewesen“, so Müller, dem Mannschaftsführer Rene Gabel zustimmt. Aufgrund der Durchschnitts-Elo

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Bilbao-Abschlussbericht

Anand, SOCAR und Batumi gewinnen   So, Bilbao ist vorbei – was macht man nun an einem Tag ohne Schach-Liveübertragungen im Internet? Die Spieler warten vielleicht am Flughafen auf ihren Rückflug – wer, wie Werder Bremen, bei Air France gebucht hat muss eventuell etwas länger warten, die streiken. Und ich lasse das Geschehen Revue passieren. Alle drei Turniere waren bereits nach der vorletzten Runde entschieden, zumindest de fakto – SOCAR hatte noch theoretische Chancen, nicht Europameister der Vereine zu werden. Ebenso stand mehr oder weniger das Konzept für diesen Abschlussbericht, inklusiv wen ich individuell lobend und weniger lobend erwähnen würde

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Zwischenbilanz in Bilbao

Zweiklassen-Gesellschaft beim Masters Final, Chaos beim Europacup Drei parallele Turniere in Bilbao, wie soll man da den Überblick behalten? Zumal “Chaos beim Europacup” sich auch auf die Partien, aber vor allem auf die Liveübertragung bezieht – dazu später mehr. Ich beginne mit dem Masters Final – bei nur vier Spielern ist das Feld bei Halbzeit bereits recht sauber sortiert: Anand 2.5/3, Aronian 2, Ponomariov 1, Vallejo 0.5. Oder wenn man, wie die Ausrichter, Fussball-Fan ist und dementsprechend die Punkte verteilt: Anand 7, Aronian 5, Ponomariov 3, Vallejo 1. Eben A-Klasse und P-Klasse; für letzteres brauche ich Vallejos Vor-, Spitz- oder

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Mannschafts-EM Runde 3

Deutschland punktgleich mit Russland!   Das ist die gute Nachricht aus deutscher Sicht – die schlechte Nachricht (auch aus russischer Sicht) ist, dass momentan 14 Teams mehr Mannschaftspunkte auf dem Konto haben, darunter Deutschlands heutiger Gegner Georgien sowie z.B. Weissrussland, die dritte polnische Mannschaft und beinahe auch Österreich. Zum heutigen Kampf gegen Georgien: Deutschland spielte ohne Naiditsch – warum, das wusste Klaus Bischoff in der deutschen Liveübertragung auch nicht. Vielleicht wird Sportdirektor Uwe Bönsch es verraten, gegen 18:00 ist er zu Gast in der morgigen Sendung. Georgien gab Ersatzmann IM Nigalidze, nominell klar schwächer als die vier Stammspieler, eine Chance

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