„Oldies“ und „Zwerge“ wollen es wissen …

Über ihre Eindrücke von den 13. EU-Meisterschaften im österreichischen Mureck schreibt JANA SCHNEIDER für den Schach-Ticker ein Tagebuch – Heute Teil 2   Schachhochzeit für den Nachwuchs in Österreich. Mureck findet von 5. bis 13. August die 13. Europian Union Youth Chess Championships in den Altersklassen U8, U10, U12 und U14 statt. Jeweils neun Runden im Schweizer System werden gespielt, und eine zweigeteilte deutsche Delegation ist am Start. Neben den „Nationalspielern“ Jana Schneider, Lara Schulze, Nina Kunisch, Matteo Metzdorf und Maximilian Mätzkow, die vom Trainer des Jahres 2012 Holger Borchers aus Berlin betreut werden, hat auch eine Gruppe vom Schachzentrum

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Auf geht es zum nächsten Abenteuer!

Über ihre Eindrücke von den 13. EU-Meisterschaften im österreichischen Mureck schreibt JANA SCHNEIDER für den Schach-Ticker ein Tagebuch – Heute Teil 1   Der Sommer 2015 ist auch eine Schachhochzeit – und er verläuft bislang international durchaus erfolgreich für Deutschland. So konnte das Männer-Team mit Matthias Blübaum, Dennis Wagner und Andreas Heymann, das Elisabeth Pähtz verstärkte, beim Mitropacup in Mayrhofen/Österreich Bronze holen, chronologisch folgte der Titel bei der Team-Europameisterschaft U18 in Karpacz/Polen [Matthias Blübaum, Jan-Christian Schröder, Thore Perske und Vincent Keymer mit Kapitän Bernd Vökler], Bronze holte schließlich am vergangenen Sonntag [2. August] der Bremer Oliver Müller bei der sechsten

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Oliver Müller stürzt den Spitzenreiter

Der Bremer Vizeweltmeister bezwingt bei den 6. IBCA-Europameisterschaften in Lyon Titelverteidiger Piotr Dukaczewski und stürmt auf Platz 2 vor – Ein Zwischenbericht     Die 6. Europameisterschaften der in der IBCA [Internation Braille Chess Association] organisierten Blinden- und Sehschwachen Schachspieler tritt in die entscheidenden Phase. Zwei Runden vor Schluss führt in Lyon erwartungsgemäß Großmeister Martin Tazbir [Elo 2516] mit 6/7. Auf Platz 2 mit 5,5/7 und ebenfalls noch ohne Niederlage liegt der Bremer Vizeweltmeister Oliver Müller, der in seiner gestrigen siebten Partie keinen geringeren als den polnischen Titelverteidiger Piotr Duakaszewski bezwang. Am heutigen Sonnabend kommt es nun zum Showdown mit

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European Senior Team Chess Championship

Europamannschaftsmeisterschaft der Senioren, Wien, 12.-22.7.2015 – Ein Vorbericht von BRUNO MÜLLER-CLOSTERMANN   Nach der Mannschaftsweltmeisterschaft der Senioren in Dresden [hier der Bericht im Schach-Ticker] folgt vom 12.-20. Juli nun schon die Mannschaftseuropameisterschaft in Wien. In der Startrangliste stehen 42 Mannschaften, mit Russland, Italien und Israel auf den vorderen Startplätzen. Anders als bei der Weltmeisterschaft nach FIDE-Modus mit den Altersklassen 50+ und 65+ gibt es in Wien laut Ausschreibung der ECU nur die Altersklasse 60+ bzw. bei den Frauen 50+. Da mit Russland, Österreich und Deutschland lediglich drei Frauenmannschaften gemeldet sind, ist hier nur die Verteilung von Gold – wir tippen

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Buchstabenspiele zur turbulenten Europameisterschaft

Am Ende gewinnt Jewgeni Najer   [Vorwort: Durch ein Missverständnis in der Redaktion (wir schreiben ja unabhängig voneinander am eigenen Computer) haben wir zwei Abschlussberichte zur EM. Da sie sich ergänzen, werden beide veröffentlicht.] Man konnte den Überblick verlieren, wer alles zwischendurch Chancen auf Gold hatte – andererseits kann man es weitgehend auf die Buchstaben K und N reduzieren. K war ja schachhistorisch ein guter Buchstabe, auch wenn er in letzter Zeit vom C abgelöst wurde. Allerdings verzichteten Kortschnoi, Karpov, Kasparov, Kramnik, Karjakin sowie auch Carlsen und Caruana auf dieses Turnier. Damit ist schon angedeutet, für wen dieses Turnier vor

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Eine Reise nach Jerusalem

Wird der Russe Alexander Motyljow als Erster seinen EM-Titel in Israel verteidigen? – Eine Vorschau auf die 16. Europameisterschaften von RAYMUND STOLZE   Gerade ist in Zürich die Chess Chellange mit dem Sieg von Exweltmeister Viswanathan Anand im Klassischen Schach zuende gegangen, bis 27. Februar läuft in Tbilissi noch das dritte Turnier der FIDE-Grand-Prix-Serie 2014-15, da wartet mit den Europameisterschaften (23.2. bis 9.3.2015) in Israel die nächste hochkarätige Veranstaltung. Die 16. kontinentalen Titelkämpfe wurden nach Jerusalem vergeben, und immerhin werden mit Emil Sutovsky [Israel/2001]. Dieter Liviu Nisipeanu [Rumänien/2005], Zdenko Kozul [Kroatien/2006] sowie die Russen Jan Nepomnjaschtschi [2010], Wladimir Potkin [2011],

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Wieder „Spatzen in der Hand“

Bei der 24. Jugend-Europameisterschaft gab es für die DSB-Delegation drei TOP 10-Plätze – Ein Abschlussbericht von RAYMUND STOLZE   Die Jugend-Europameisterschaft geht kurz und schmerzlos über die Bühne: neun Runden, dabei nach sechs Durchgängen ein Ruhetag, und dann werden in jeweils sechs Altersklassen – U8, U10, U12, U14, U16, U18 – bei den Mädchen und Jungen im Open, wobei hier auch die Girls mitmischen können – die Europameister gekürt.   Wenn Du also nach zwei Dritteln nicht unter den TOP 10 platziert bist, wird es schwer, im Schlussspurt noch ganz nach vorn zu kommen.   „Nach der Meisterschaft ist vor

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Fiona darf träumen…

Ein deutsches Trio nach sechs von neun Runden bei den Jugend-Europameisterschaften in Batumi unter den TOP 10   Kommt es eigentlich wirklich meistens anders als man denkt? Da war der deutsch U16-Meister Jan-Christian Schröder durchaus mit berechtigen Medaillen-Erwartungen nach Batumi zur Jugend-Europameisterschaft gereist, aber nach sechs von neun Runden ist dieser Traum geplatzt. Gerade einmal 3,5 Punkte hat der Hesse auf seinem Konto. Das ist aktuell Platz 30, und ob da in den restlichen drei Durchgängen nach dem Ruhetag am Sonnabend noch was nach oben geht? Spitzenreiter Maxim Wawulin [Russland] mit 5,5, sowie Julio Suarez Gomez [Spanien] und Giorgi Sibashwili

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Es geschah vor 10 Jahren [7]

Deutschland gewinnt bei der 6. Europäischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft [22. – 28. Februar 2004] den Titel Ein Bericht von Marco Held   Kaum nach Gefahren gab es nach dem großen Sieg der Schweizer gegen den Favoriten Russland im Kampf der „großen Drei“ für den Titelgewinn der deutschen Auswahl. Die Deutschen trafen in der Schlussrunde auf das Team aus St. Petersburg und hatten nicht nur einen Punkt Vorsprung, sondern auch die Mannschaftspunkte im Vergleich zu den Eidgenossen klar auf ihrer Seite. So war es nicht weiter erstaunlich, dass weder die Petersburger noch die deutsche Nationalmannschaft im direkten Duell etwas riskieren wollten und die

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EM-Träume für ein Damenquartett

Elisabeth Pähtz (Foto), Zoya Schleining, Melanie Ohme und Judith Fuchs vertreten Deutschland bei den 15. Frauen-Einzeleuropameisterschaften in Plowdiw   Die Chronik der europäischen Titelkämpfe ist noch ein ziemlich dünnes Buch. Die Premiere gab es für die Damen und  Herren, in diesem Fall sogar besser gesagt in der Offenen Klasse, denn Judit Polgar ist nur dort zu finden und hat 2011 im Aix-les-Bains sogar als erste Frau der Schachgeschichte  überhaupt eine EM-Bronzemedaille erkämpft, im Jahr 2000.   Seit dem  finden die beiden Wettbewerbe auch zumeist an getrennten Orten statt. Das ist bei der 15. Auflage nicht anders. In Jerewan kam im

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Außenseitersiege bei der Europäischen Seniorenmeisterschaft

Nico Schouten (NED) wurde überraschend Europameister Ein Bericht von Prof. Dr. Müller – Clostermann   In der Schlussrunde des „Open 65+“spielten die beiden Elo-Favoriten Vladimir Beznosikov (RUS, 6.5 Pkt.) und Yury Gorhykov (RUS, 6.0 Pkt.) kein Schach mehr, sondern einigten sich nach 7 Zügen auf die Punktehalbierung. „Zur Strafe“ mussten sie in der Folge zusehen, wie die Nr. 15 der Startrangliste Nico Schouten (NED, Elo 2179, 6.5 Punkte) einen weiteren direkten Konkurrenten in einem Damenendspiel nach 60 Zügen besiegte und mit 7.5 Punkten aus 9 Runden überraschend aber verdient Europaseniorenmeister in der Kategorie 65+ wurde! Die deutschen Teilnehmer erreichten die

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In Jerewan schlug die Stunde des Sekundanten

Der Russe Alexander Motyljow, der einst Peter Swidler & Wladimir Kramnik sekundierte und nun zum Helfer-Team von Sergej Karjakin gehört, gewinnt überraschend den EM-Titel   Es gibt bei den Europameisterschaften in der Offenen Klasse scheinbar ungeschriebene Gesetzte. In 14 kontinentalen Meisterschaften seit der Premiere im Jahr 2000 hat es keiner geschafft, den Titel zu verteidigen oder mehrmals zu gewinnen. Und das war auch so bei der 15. EM in Jerewan. Dem Triumphator von 2013 Alexander Moissejenko (Ukraine) blieb lediglich Rang 29, und der war für ihn sicherlich insofern mehr als enttäuschend, weil er damit auch einen der 23 Qualifikationsplätze für

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Wasserstandsmeldungen aus Jerewan

Bei den 15. Europameisterschaften in der Offenen Klasse liegen die deutschen Spitzenspieler Philipp Schlosser (Foto) und Daniel Fridman nach fünf Runden mit je 3,5 Punkten in einer 49-köpfigen Verfolgergruppe   Sie galten einst zumindest im Osten unter Intellektuellen als Geheimtipps, die originellen Witze des fiktiven Radiosenders Jerewan. Und auf den Austragungsort dieser 15. Europameisterschaften in der Offenen Klasse müsste er in etwas so lauten: Frage an Sender Jerewan: Stimmt es das zur Zeit in der armenischen Hauptstadt eine EM im Schach stattfindet? Antwort: Im Prinzip schon, aber ohne die Spitzenspieler aus der „Alten Welt“, aber das war eigentlich immer so!

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„Mit 50 ist man als Schachspieler ein alter Mann!“

Ein Vorbericht zur Senioren-Europameisterschaft 2014 von Prof. Dr. Bruno Müller – Clostermann   Mit diesem selbstironischen Kommentar kokettierte Schachplauderer Klaus Bischoff bei einer seiner Schachreportagen, damals selbst schon 50+. Ein paar Monate später gewann er mit 52 Jahren gegen die wesentlich jüngere Konkurrenz prompt die Deutsche Meisterschaft 2013! Klaus Bischoffs Randbemerkung war vielleicht auch ein kleiner Seitenhieb in Richtung Europäischer Schachunion (ECU), die sich neue Richtlinien gegeben hat und jetzt Seniorenturniere mit dem neuen Alterslimit von 50 statt bisher mit 60 Jahren ausrichtet. Außerdem wird das zumindest in Deutschland übliche zweite Limit von 75 Jahren (Nestoren) durch ein neues Limit

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Auf der Durchreise

Deutsche Männer-Nationalmannschaft macht zwischen EM und WM einen Zwischenstopp in der Bundesliga – Arkadij Naiditsch erstmals unter den TOP 20   Für unsere Männer-Nationalmannschaft ist Dauerbelastung pur angesagt. Nach neun Runden Team-Europameisterschaft ist das Quintett Arkadij Naiditsch, Georg Meier, Igor Khenkin. David Baramidze und Daniel Friedman jetzt auf der Durchreise. Vor der am 25. November im türkischen Antalya beginnenden 9. Team-Weltmeisterschaft, gibt es einen Zwischenstopp in der Bundesliga, denn am kommenden Wochenende [23./24.11.] steht der 2. Spieltag der Bundesliga mit den Runden 3 und 4 auf dem Programm.   Was den EM-Auftritt angeht, so bemerkte DSB-Sportdirektor auf meinen telefonischen Anruf

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Die Tücken des Schweizer Systems

EM- Abschlussbericht aus Warschau von CARMEN VOICU-JAGODZINSKY   Am heutigen Sonntag [17. November] endeten in Warschau die Europameisterschaften der Mannschaften.   Im Männerwettbewerb entrissen die Spieler aus Aserbaidschan den immer in Führung liegenden Franzosen noch die Goldmedaille, weil die gegen Russland 1,5:2,5 verloren, wodurch der Setzranglisterste zumindest noch Bronze holte.   Bei den Frauen standen die Damen aus der Ukraine schon vor der letzten Runde als neue Europameister fest und leisteten beim abschließenden 1:3 gegen Russland keinen großen Widerstand, so dass die Titelverteidigerinnen noch Platz zwei erreichten. Gastgeber Polen gewann Bronze. Turnierseite Zeitplan Startrangliste

Anand – Carlsen und Europameisterschaft in Warschau (Polen)

DeepChess!!! Media in gewohnter Qualität   48. Sendung von DeepChess!!! Media beschäftigen sich die Düsseldorfer mit der WM in Chennai und informieren über die Mannschaftseuropameisterschaft in Warschau. DC!!! Rechercheur Christian Killmann, gibt unter anderem einen kleinen Einblick rund um die WM und hat die gängigen Tweets zusammengetragen. Im Anschluss analysiert FM Mühlenhaus die Partie Naiditsch – Socko, in der Arkadij einen ganz starken Auftritt hatte. Die Sendung moderiert wie immer, Andreas Hecker.

Mannschafts-EM nach Runde 5

Zwischenbilanz am Ruhetag   Heute werde ich kaum auf die Partien der letzten beiden Runden eingehen, eher einige allgemeine Bemerkungen zum Zwischenstand aus deutscher Sicht (Damen und Herren) und überhaupt. Fünf Runden sind gespielt, dann kam der einzige Ruhetag für alle, und die letzten vier Runden können den momentanen Stand noch ordentlich durcheinander würfeln. Wie immer beginne ich mit guten Nachrichten aus deutscher Sicht, das heisst derzeit “ladies first” – wer hätte das nach der Auftaktniederlage gegen Griechenland gedacht? In Runde 4 gab es einen durchaus glücklichen Sieg gegen Litauen: Nach 82 Zügen hatte Marta Michnas (Foto) Gegnerin Dominyka Batkovskyte

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Runde 2 bei der Mannschafts-EM

Favoritenstürze und Marathonpartien   Bei der WM in Chennai passiert noch nicht allzu viel, dann bleiben wir vorläufig in Warschau (ab und zu mit Seitenblick nach Indien). Schwerpunkt ist heute das Turnier der Herren bzw. das “offene Turnier” – letzteres ist nicht nur politisch korrekt, denn einer der drei Spieler die ich eingangs hervorheben will ist eine Dame. In drei Matches an den vorderen Tischen gab es dasselbe Szenario: das (zumindest leicht) favorisierte Team lag 1-2 hinten, musste in der letzten laufenden Partie unbedingt ausgleichen, hatte aber nur die leicht bessere Stellung. Nicht geschafft hat es Evgeny Tomashevsky, während Judit

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Frauen feiern in Warschau ein kleines Jubiläum

Ein EM-Vorbericht aus Warschau von WGM CARMEN VOICU-JAGODZINSKY   Heute beginnen in Warschau die Europäischen Mannschaftsmeisterschaften der Damen und Herren. Die Organisatoren haben es geschafft, mit dem am Samstag beginnenden WM-Match an den meisten Spieltagen ein hochkarätiges Vorprogramm für den Vormittag zu organisieren, wenn in Indien die WM-Partien zwischen Anand und Carlsen gespielt werden. Für mich ist die Reise nach Warschau mit sehr schönen Erinnerungen verbunden, konnte ich doch 1991 in der polnischen Hauptstadt die U10-Weltmeisterschaft gewinnen. Die erste Frauenmannschaftseuropameisterschaft fand übrigens erst ein Jahr später statt, die von der Ukraine gewinnen konnte – und so feiern wie mit den

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