„Baby, soll ich Dir meinen Drachen zeigen?“: eine Dating-App für Schachspieler

Mit einer Dating-App für Schachspieler und einer Reihe anzüglicher Anspielungen flankiert WM-Organisator Agon das WM-Match zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana, das im November in London beginnt. „Mates“ heißt die App, die Schachspieler auf der Suche nach einem Partner zusammenführen soll. Wer nach dem Zuschauen bei der WM selbst noch ein bisschen spielen will, der soll per „Mates“ Gleichgesinnte finden. Jedem Anwender empfehlen wir, sich vor dem Anbandeln ein Erfolg versprechendes Eröffnungsrepertoire zurechtzulegen. Insbesondere für Männer auf der Suche nach dem anderen Geschlecht muss in einem Sport mit zehn Prozent Frauenanteil der erste Spruch sitzen. „Baby, soll ich Dir meinen Drachen zeigen?“, sollte für 1…c5-Spieler funktionieren. Per

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Paul machte sich Gedanken über Mannschaftskämpfe

FM Dirk Paulsen – Man hat sich an die Art der Durchführung von Mannschaftskämpfen gewöhnt. „So ist es, so macht man es, das war schon immer so, so macht es doch auch Spaß?! Wo siehst du da ein Problem?“ Nein, es ist kein Problem. Es ist zumindest kein ernstes Problem. Man darf aber dennoch mal hinterfragen? Vor allem: wenn man es eine sehr lange Zeit so betreibt, dann begegnet man doch hier und da mal ein paar Schattenseiten? Und beginnt, darüber zu sinnieren. Ließe sich das nicht vielleicht doch vermeiden? Eine Alternative finden, die dem gerecht würde? In der ersten Woche

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Wolfgang Unzicker – Ein Vorbild für alle!

Aus einer Laudatio zu Ehren seines 60. Geburtstags im Jahr 1985: ” Wenn man mich nach dem Geheimnis seiner schachlichen Erfolge fragt, dann glaube ich die Antwort zu wissen, es ist stets seine vorbildliche Einstellung zum Wettkampf. Unzicker (1925 – 2006) hat sich in all seinen Partien immer voll eingesetzt und er hat die ihm zugewiesene Sonderstellung im deutschen Schach als eine Verpflichtung betrachtet. Er hat nie geraucht und während des Wettkampfes auch Alkohol gemieden, weil er fürchtete, daß es seiner Form schaden könnte.” Im Gegensatz zum Laudator Klaus Darga oder zu Lothar Schmid war Wolfgang Unzicker auch im fortgeschrittenen

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Athleten mit Brett vorm Kopf: Training für den Muskel zwischen den Ohren / Felix Magath im Schach-Check

Klitschko eins, Klitschko zwei und Smudo. Boris Becker, Bill Gates, Felix Magath, Arnold Schwarzenegger, Sting und so weiter. Lang ist die Liste prominenter Zeitgenossen, die als Schachspieler bekannt sind. Die einen, weil ihr Management glaubt, dass das ihren Schützling schlau aussehen lässt, die anderen, weil sie tatsächlich gerne und gut Schach spielen. Aber wer gehört zu welcher Gruppe? Bei uns wird ab heute streng gesiebt. Warum ab heute? Weil Magnus Carlsen Promi-Großkampftag hat. Schon morgens in Manchester traf er an diesem Montag auf Fußball-Profi Trent Arnold vom Klopp-Club Liverpool. Der Fußballer hatte für die Partie trainiert, und die Schlussstellung legt tatsächlich nahe, dass er

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Für Sparfüchse: die Schach-Grundausstattung gratis

Sind Euch die Lebkuchen im Supermarkt aufgefallen? Bald ist wieder Weihnachten, auch auf dieser Website. Anfänger und Profis bekommen bei uns vor dem Fest natürlich einige Anregungen für den Wunschzettel, empfehlenswerte Software und Bücher, die unter keinem Schach-Weihnachtsbaum fehlen sollten. Aber nicht alles, was gut ist, muss Geld kosten. Heute präsentieren wir Euch erst einmal die Liste mit Empfehlenswertem (und Essenziellem!), das es gratis gibt. Ambitionierte Turnierspieler werden damit zwar an Grenzen stoßen, aber für den Anfang und weit darüber hinaus lässt sich mit Freeware und Open-Source-Angeboten fast das komplette Spektrum des Spielens und Trainierens komfortabel abdecken.   Über allem

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Schach kann richtig Spaß machen

Nun darf der Text doch ruhig, eingedenk ausreichend großen Bezuges, in der Ich-Erzählform weiter gehen?! Meine erste Begegnung mit diesem so genannten Scheveninger System – welches ich genau zu diesem Anlass erfuhr – gab es bereits im Jahre 1975. Es gab einen Besuch eines holländischen Schachvereins in Berlin, welcher sich nach passender Gegnerschaft umschaute. Nun trafen wir diese Truppe im damaligen Billard-Salon am Tauentzien, welcher außer der im Namen bereits erkennbaren Beschäftigung auch jene des Schachspielens anbot. Natürlich gab es Bretter, Figuren sowie Schachuhren – jedoch gab es die Atmosphäre dort nicht her, im Alltagsbetrieb ernsthafte Turnierpartien zu spielen. Da

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Als Eric Lobron kam war es mit der Ruhe vorbei

“Ach was waren dass doch für friedliche Zeiten, bevor Eric auftauchte!” urteilte einst Helmut Pfleger über die guten alten Zeiten im Schach. In den USA geboren, kam er im Alter von 5 Jahren nach Deutschland.  Sein Spielstil war stets unternehmungslustig aggressiv, so dass Ex-Weltmeister Boris Spasskij noch vor der Erzielung der letzten Großmeisternorm über ihn urteilte “Der wird bald sehr gut, er ist ein Killer”. 1978 wurde er deutscher Jugendmeister. 1980 gewann er, im Alter von 20 Jahren, die deutsche Meisterschaft und verwies dabei die etablierten Spieler auf die Plätze. Ebenfalls 1980 verlieh ihm die FIDE den Titel “Internationaler Meister”, 1982 wurde ihm, nach seinem

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Ich habe Mannschaftskampf

Einmal beim Schach gelandet und einem Verein beigetreten wenden sich die Vereinsverantwortlichen in Form von Spiel- und Mannschaftsleitern alsbald an den Neuankömmling mit der allseits bekannten Fragestellung: „Spielst du auch bei den Mannschaftskämpfen mit?“ Man spielt mit, na klar, scheinen doch alle zu tun und anscheinend ist man begehrt?! Und noch dazu hört es sich, auch im Freundeskreis, in der Schule, unter Arbeitskollegen auch immer sehr hübsch an wenn man auf die Frage „was machst du am Sonntag?“ antworten kann mit „ich habe einen Mannschaftskampf“. Da ist es auch völlig gleichgültig, ob diese in höheren oder eher niederen Regionen anzutreffen

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Olympia: Anands Comeback gegen Österreich, Pähtz‘ Fehlgriff und Fridmans Glanzsieg (Video)

Seine erste Partie bei einer Schacholympiade seit zwölf Jahren spielte Viswanathan Anand gegen einen Österreicher. Und gewann dank einer positionellen Meisterleistung, die den 2.700-Großmeister Markus Ragger in einem schon sehr schwierigen Endspiel kollabieren ließ. In der zweiten Runde gegen Österreich setzten die Inder ihre lebende Legende am Spitzenbrett zum ersten Mal ein. Mit 3,5:0,5 fegten sie die Mitteleuropäer von den Brettern, ein Sieg gegen eine Großmeistertruppe im Aufwind, die bequem im oberen Drittel der fast 200 Teams einzuordnen ist. Damit deuteten die Inder an, dass sie selbst sich am liebsten unter den ersten Drei einordnen würden, im Idealfall ganz an der Spitze.

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Das erste WM-Match nach AlphaZero: Carlsen, Caruana und die lernenden Maschinen

Wegen eines Cricket-Matches hätte Schachweltmeister Vladimir Kramnik2004 beinahe seinen Titel an Peter Leko verloren. Kramniks Sekundant Peter Svidler, ein großer Freund des Cricket-Sports, hatte die Aufgabe, eine kritische Variante des Marshall-Angriffs mit Computerhilfe zu prüfen. Das tat er, sah, dass der Rechner Kramniks Variante für gut befand, und schaltete die Maschine ab, um im TV Cricket zu schauen. „Alles klar, das kannst Du spielen“, erklärte Svidler seinem Chef. Der begab sich tags darauf in diese Variante, ahnte nichts Böses – und verlor. Peter Leko fand am Brett eine Widerlegung, die Svidler entgangen war. Weil er Cricket sehen wollte, hatte Svidler den Rechner nicht lange genug rechnen lassen,

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Wer mit dem Feuer spielt …

Vor der 19. von insgesamt 23 Partien sah der Stand an der Spitze des Interzonenturnier in Amsterdam, im Jahre 1964,  wie folgt aus. Larsen und Spasskij führten mit  jeweils mit 14 von 18 möglichen Punkten, dahinter Bronstein, Smyslow und Tal mit 13,5, vor Stein mit 12,5 Punkten. Die allgemeine Erwartungshaltung war nun, dass Larsen die Qualifikation (Plätze 1-6) für das Kandidatenturnier nicht mehr verpassen könne, da sich nur drei sowjetische Grossmeister qualifizieren durften. Diese Regelung war einst auf Initiative von  Michael Botwinnik in die Statuten der Fide aufgenommen worden. Aber konnte Larsen dies wirklich erwarten, denn in den letzten 5 Runden warteten noch 5 sowjetische Grossmeister

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Elisabeth Pähtz – Weltklasse!

Nach einem Top-Ten-Spieler sehnten wir uns in Deutschland jahrzehntelang – bis zum September 2018. Ihr jüngster Aufschwung hat Elisabeth Pähtz tatsächlich in die Top Ten der Weltrangliste der Frauen geführt. Mit 2.513 Elo ist sogar die absolute Spitze in Reichweite (abgesehen vom ersten Platz, auf dem einsam Hou Yifan thront). Auch den GM-Titel bekäme sie mit diesem Rating verliehen, aber dafür fehlt ihr noch die dritte und finale Norm. National steht Elisabeth Pähtz schon lange einsam an der Spitze. 33 ist sie erst, aber gefühlt seit Ewigkeiten die Vorzeigedame des deutschen Schachs – was damit zusammenhängt, dass sie einst das Vorzeigemädchen des deutschen Schachs war. Auf Harald

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Reuben Fine

Nach dem Turnier in Pasadena 1932 und der Schacholympiade in Folkstone 1933 prophezeite Weltmeister Alexander Aljechin in einem Artikel dem 19-jährigen New Yorker Reuben Fine eine außergewöhnliche Schachzukunft, weil er seiner Meinung nach in den nächsten Jahren große Fortschritte machen werde. Zudem sah er in ihm einen möglichen Kontrahenten um den Weltmeistertitel. Diesbezüglich, das wissen wir heute, hat der damalige Schach-Weltmeister nicht geirrt. Auch wenn bei der Schach-Olympiade in Warschau 1935, Paul Keres mehr Aufmerksamkeit dank seiner spektakulären Partien bekam, urteilte kein geringerer als Andreij Lilienthal “Seine Gemütsruhe, seine Hartnäckigkeit und seine Fähigkeiten, steten Druck auf die gegnerische Stellung auszuüben, sind angesichts seiner Jugend

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Schach960 – die Zukunft?

Schach960 taugt prima zum Training für klassisches Schach. Das Gehirn ist gezwungen, in neue Richtungen zu denken, wird mit Motiven und Stellungsbildern konfrontiert, die es sonst kaum einmal sehen würde. Wer Schach960 spielt, erweitert seinen Horizont, und das sollte auch beim klassischen Schach helfen. Obendrein macht das Spiel Spaß. Wer sich erst einmal damit zurechtgefunden hat, von Beginn an die Rochade zu planen, neu und wieder neu zu planen, ideale Posten für Springer und Läufer ausgeklügelt hat und dann feststellt, dass es so nicht funktionieren wird, der findet schnell Freude an dieser ganz neuen Herausforderung. Was machen wir nun mit

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Hurra Hurra

Eigentlich sollten die Teilnehmer der DSAM freudig gestimmt sein, geht es doch nach dem Paukenschlag vom Juni endlich weiter. Ein neues Organisatoren-Team, mit zwei altbewährten Helfern unter der Leitung von Dr. Marcus Fenner, ein bewährter Organisator aus den USA, stellen sich der Herausforderung und leiten nun mit der Freischaltung der Homepage, vermutlich ab der KW 37, die Phase II nach Dr. Dirk Jordan ein. Wie man lesen kann, hat sich einiges geändert. Nur 6 statt der zuletzt 7 Vorturniere zum Vorjahr, darunter 5 neue Spielorte. Wer sich ein bisschen mit der bisherigen Ortswahl beschäftigt hat, weiss dass die bisherigen Organisatoren bemüht waren, zumindest einmal im Jahr den Teilnehmern eine

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FIDE-Präsidentschaftswahl: da waren es nur noch zwei

Nigel Short war Anfang Mai als FIDE-Präsidentschaftskandidat angetreten, damit zumindest ein Unabhängiger, genuin und in allererster Linie dem Schach verpflichteter Kandidat zur Wahl steht. Jemand, der frei ist von Machtgezerre, Pöstchen- und Geldschieberei und ausschließlich dem Spiel zur Blüte verhelfen will. Würden Schachspieler und nicht graue Herren den FIDE-Präsidenten wählen, Nigel Short würde natürlich gewinnen. Drei Monate lang hat Nigel Short durchgehalten, sich glaubhaft als einziger am Wohlergehen des Schachs interessierter Kandidat präsentiert und sich sogar die Unterstützung manch großer Föderation gesichert. Am Ende des dritten Monats zeichnete sich eine erste Nähe zu seinem Konkurrenten Arkadij Dworkowitsch ab. Die kulminierte jetzt in einem öffentlichen Händedruck,

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Wien will die Schach-WM: Kulturell ganz vorne, jetzt muss Geld in die Kasse

Norwegen will die Schach-WM 2020, die USA auch und Monaco ebenfalls. Das wurde jetzt am Rande eines Besuchs einer FIDE-/Agon-Delegation in Wien bekannt. FIDE-Schatzmeister Adrian Siegel und Agon-Chef Ilya Merenzon hatten die österreichische Hauptstadt besucht, um sie als potenziellen Schauplatz der WM 2020 zu inspizieren. „Die Chancen steigen, die WM nach Österreich zu holen“, meldete der österreichische Verband anlässlich des hochrangigen Schachbesuchs. Die starke Konkurrenz suggeriert allerdings das Gegenteil. Außerdem ist offen, ob die beiden Wien-Reisenden Siegel und Merenzon mit der Vergabe der WM 2020 etwas zu tun haben werden. Siegels Zukunft als Schachfunktionär hängt am Schicksal des Präsidentschaftskandidaten Georgios Makropoulos. Fällt der Grieche bei der FIDE-Wahl Ende September

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Der absolute Champion

Zu Beginn der 40er Jahre des 20. Jahrhundert waren der Este Paul Keres und der Sowjetrusse Michael Botwinnik die einzigen Kandidaten, bei denen man annahm, dass Sie den amtierenden Weltmeister Alexander Aljechin beim nächsten WM-Kampf gegenüber sitzen würden. Nachdem AVRO-Turnier 1938, welches Keres zusammen mit Fine gewonnen hatte, galt Keres als der erste Anwärter auf einen WM-Kampf, wie Michael Botwinnik viele Jahrzehnte später einräumte. Dennoch gelang es Botwinnik eine Vereinbarung über einen Kampf zu erzielen, welcher aber nie, vermutlich aufgrund der damaligen Zeitumstände, zustande kam. Als dann 1940 Estland von der Sowjetunion annektiert wurde, musste Keres zunächst einmal die Schliessung

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Warum Schach Gesichter braucht: ein Glanzsieg in Moskau und ein Ausflug ins Semi-Slawische

Vor 25 Jahren war Indien ein weißer Fleck auf der Schach-Landkarte. Heute ist Schach Volkssport, Visvanathan Anand eine Ikone, und Indien wird sehr bald die dominierende Schachnation sein. Vor 15 Jahren war Norwegen ein weißer Fleck auf der Schach-Landkarte, der allenfalls durch das Kuriosum auffiel, dass der beste Schachspieler des Landes auch in der Fußball-Nationalmannschaft spielte. Heute läuft im nationalen norwegischen TV stundenlang Schach, und Magnus Carlsen ist ein Volksheld wie hierzulande Boris Becker zu seiner besten Zeit. Im Carlsen-Sog entwickelt sich auch Norwegen zur Schach-Großmacht. Wer nach einem Grund sucht, Spitzenschach mit aller Kraft zu fördern, der muss nur nach Indien oder Norwegen schauen –

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Erste Feuerprobe für Fabis Russen: das finale Gefecht vor der Schlacht in London

Pünktlich zum WM-Match spürt Magnus Carlsen den Atem seines Herausforderers im Nacken. Vor der siebten Runde des Sinquefield-Cups war Fabiano Caruana in der Live-Weltrangliste so nahe an den seit sechs Jahren oben thronenden Carlsen herangerückt, dass ihm ein Sieg den Platz an der Spitze bescheren würde. Es war also ordentlich Druck im Kessel vor der letzten Partie von C&C vor ihrem Match in London. „Ich war nervös. Heute stand einiges auf dem Spiel“, räumte Carlsen nach der Partie ein; eine Partie, die zeigte, dass der Weltmeister unter Druck Bestleistung abzurufen vermag – zumindest für 26 Züge. Nun muss er daran arbeiten, die Spannung hochzuhalten, bis der

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