Mit 80 der aelteste Leistungssportler

Schach-Legende Viktor Kortschnoi brennt noch immer vor Ehrgeiz  von FM Hartmut Metz (Foto), 19. März 2011    Komplimente "akzeptiert" Viktor Kortschnoi "gerne". Aber das, er sei mit 80 Jahren der "älteste Leistungssportler, der noch der Weltelite Paroli bietet", schätzt die Schach-Legende weniger, denn: "Früher wurde mir wegen meiner Leistungen applaudiert – heute wegen meines Alters und wegen meiner Verdienste", bemerkt der dreifache Vizeweltmeister, der am Mittwoch seinen 80. Geburtstag feiert. Obwohl sich Kortschnoi inzwischen an einen Gehstock gewöhnen musste, fühlt sich der Wahl-Schweizer zumindest "am Brett gut – nur gibt es zuvor ein riesiges Problem: Bis vor fünf Jahren erhielt

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Verhindern wir selbst den Fortschritt?

Unternehmen werden in der heutigen Zeit auch nach ihrem Internetauftritt beurteilt. Er ist die visuelle Visitenkarte eines jeden fortschrittlichen Unternehmens. Erstaunlicherweise wird das fantastische Medium Internet von vielen Schachvereinen nicht optimal genutzt. Oft mangelt es an einem Webmaster, der Vereinsnachrichten möglichst zeitnah auf die Vereinsseite setzt. Auch die Einstellung gegenüber dem Internet und das mangelnde Fachwissen, ist oft der Grund für eine schlechte Außendarstellung eines Vereins. Selbst Vereine, die in höheren Klassen spielen und auch Spieler für ihre Einsätze bezahlen, haben für einen vernünftigen Internetauftritt keine finanziellen Mittel im Etat. 

“Googleberg”-Affaere auch im Schach

Basiert Serien-Weltmeister "Rybka" auf abgekupfertem Programmcode? / Rajlich kein kleines "Fischchen"  von FM Hartmut Metz (Foto), 12. März 2011   Rybka bedeutet auf Polnisch "Fischchen". Das schlägt jetzt einige Wellen – auch wenn es sich im Vergleich zur Affäre des kopierfreudigen Ex-Doktors Karl-Theodor zu Guttenberg nur um einen kleinen Fisch handelt. Rybka-Programmierer Vasik Rajlich muss sich jedoch derzeit ähnliche Vorwürfe gefallen lassen wie "zu Googleberg". Das seit Jahren bei den Computer-Weltmeisterschaften dominierende "Rybka" soll auf einem Programmcode von "Fruit 2.1" basieren.    Rajlich hatte die Plagiatsvorwürfe selbst ins Rollen gebracht. Nachdem Rivale "Houdini" in jüngster Zeit seine Topposition übernahm, unterstellte der

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Angst sorgt fuer “hohen Luxus Zeitnot”

Nationaltrainer Markus Weise merzt mit Schach-Strategien Schwächen auf dem Hockeyplatz aus / Misserfolgsvermeider Jan Gustafsson weniger remisfreudig  von FM Hartmut Metz (Bild) Sportler lassen sich bei der Analyse in "zwei nützliche Kategorien" einsortieren: in Misserfolgsvermeider und Erfolgssucher. Letztere betreut Markus Weise im Hockey. Erst führte der 48-Jährige die deutsche Damennationalmannschaft 2004 zu Olympia-Gold, dann 2008 die Herrenauswahl. Dem Erfolgscoach halfen dabei auch Strategien aus dem Schach, bekannte Weise in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des "Schach-Magazins 64". Um nicht allein von drei, vier überragenden Einzelkönnern abhängig zu sein, sei es wichtig, Muster in der Strategie zu erkennen und die

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Die Zukunft der Schachbundesliga

Nachdem wir uns letzte Woche mit den Themen Frauenschach und –bundesliga kritisch auseinandersetzten, möchte ich nun den Blick auf die Schachbundesliga lenken. Hier sieht es nur wenig besser aus. Immerhin kennt man sie, doch gaben 44% der Teilnehmer unserer Kurzumfrage an, sich nicht dafür zu interessieren. 32% sehen sich das Geschehen im Internet an, und nur 22% zieht es in unsere „Stadien“. Dies deckt sich mit meinen Erfahrungen bei der Publikation des SCHACHWELT-Magazins. Auch hier fanden die Bundesligabeiträge ein nur geringes Echo… weiter geht es auf dem neuen Schachblog "Schachwelt"

Kein Interesse an Deutschlands TOP10?

Hollands Schachspieler werden zuweilen auf offener Straße von Fans erkannt, in Deutschland ist das undenkbar. Dabei unterscheidet sich die historische Entwicklung nicht wesentlich. Beide Länder konnten in der Vorkriegszeit einen Weltmeister und in den 70er/80er Jahren mit Jan Timman und Robert Hübner einen Spieler in der absoluten Weltklasse aufweisen. Die Gründe sind sicher vielschichtig. Wesentlich scheinen mir jedoch die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und die Spielmöglichkeit … weiter geht es auf dem neuen Blog der Schachwelt

Stell dir vor, es ist Deutsche und niemand geht hin!

Wie weit kann man Negativrekorde eigentlich noch unterbieten? Über eine dünne, unterklassige mangelhafte, unwürdige Besetzung der Deutschen Meisterschaften beschweren wir uns alle ja schon lange und fleißig – zumindest solange ich mich für Schach interessiere. Ob Osterburg, Saarbrücken oder Bad Liebenzell – alles Meilensteine aus dem vergangenen Jahrzehnt, auf dem Weg zu weniger Preisgeld, weniger Prestige … weiter geht es auf dem neuen Blog der Schachwelt

Carlsen begräbt WM-Hoffnungen

Rückzug des norwegischen Jungstars löst bei Rivalen Kopfschütteln aus  von FM Hartmut Metz, 13. November 2010      Die anderen Topspieler können spielen, wie sie wollen – die Schlagzeilen dominiert aber doch dauernd Magnus Carlsen. Während des Topturniers im berühmten Moskauer Kaufhaus GUM platzte die Meldung, dass der bald 20-Jährige den nächsten WM-Zyklus boykottiert. Dem Norweger dauert er mit fast fünf Jahren von 2008 bis 2012 viel zu lange, überdies beklagte er "permanente Änderungen" der Regularien. "Es strengt mich zu sehr an, mich dauernd mit den politischen Entscheidungen zu befassen." … mehr

Doppelte Schmach in Sibirien

Schach-Präsident von Weizsäcker noch schwächer als das C-Team   von FM Hartmut Metz, 30. Oktober 2010     Was soll man dazu noch sagen, wenn Pakistan vor Deutschland landet?", fragt Arkadij Naiditsch rein rhetorisch. Im Hockey wäre solch ein Resultat kein Drama – doch bei der Schach-Olympiade sieht es nicht nur die deutsche Nummer eins als Schmach, wenn ein Team mit einem Spieler ohne internationale Elo-Wertungszahl vor der Auswahl von Uwe Bönsch landet. Die belegte im sibirischen Chanty-Mansijsk mit 11:11 Punkten Platz 64 unter 148 Teilnehmern, zwei Ränge hinter Pakistan … mehr 

Volle Breitseite gegen “Teehaus-Star”

Nationalteam-Boykott: Spieler watschen Bundestrainer Bönsch ab  von FM Hartmut Metz, 8. August 2010  Was sind schon 10 000 Euro? Für einen deutschen Schachprofi viel Geld. An der Summe scheitert die Teilnahme der nationalen Spitze bei der Schach-Olympiade in Sibirien. Den Boykott findet Klaus Deventer ziemlich albern. Der Leistungssportreferent des Deutschen Schachbundes (DSB) argumentiert vor dem wichtigsten Mannschaftswettbewerb im Herbst, jeder Fußballer trete auch liebend gerne im Nationalteam an, obwohl er da deutlich weniger kassiere. Allerdings: Selbst ein Bundesliga-Durchschnittskicker wie Sebastian Freis handelte bei seinem Wechsel vom Karlsruher SC zum 1. Köln allein eine zusätzliche Prämie von jeweils 30 000 Euro

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Ein Schrumpfkurs mit erfreulichen Nebenwirkungen

Wer zu stark war für die Schachbundesliga 2008/9 und wer zu schwach, ahnte man eh schon, bevor der erste Zug gespielt war. Und die größte Spannung entfaltete die Saison eigentlich erst, seit der letzte Zug gemacht ist. Nämlich wer zieht zurück? Hält Tegernsee Wort? Welche der Krisengerüchte aus Kreuzberg und Katernberg würden sich bewahrheiten? Und wer darf trotz Abstiegsplatz bleiben? … weiter auf dem Schachblog von Stefan Löffler  

Regeln mit Augenmaß bitte!

Vor ein paar Jahren sorgten einzelne Spieler für Aufmerksamkeit, die auf Turnieren weit über ihren Elozahlen abschnitten. Einige von ihnen wurden beim Einsatz von Taschencomputern oder mit Empfänger im Ohr erwischt. Weil damals auch erste Maßnahmen gegen Doping gesetzt wurden, redete man von Elektrodoping, dessen Unterbindung viel wichtiger wäre. Der Weltschachbund setzte damals eine hilflose, in Wahrheit aber absurde Maßnahme: Wessen Handy im Turniersaal auch nur den leisesten Mucks machte, wurde fortan mit dem Partieverlust bestraft… weiter geht es auf dem Schachblog von IM Stefan Löffler