Schach als Leistungsanreiz – Pilotprojekt startet an Mittelschulen

„Ich bin nicht da, um Geld zu erbetteln“ Text: Nicole Kleim – Der Waakirchner Horst Leckner ist ein Visionär. Gerade erst wurde er für sein Lebenswerk vom Deutschen Schachbund ausgezeichnet. Jetzt setzt er sich für Schach an Mittelschulen ein. Denn sein Herz schlägt für verhaltensauffällige Kinder. Im Jahr 2011 startete ein deutschlandweit einmaliges Schulschachprojekt und damit das größte Jugendprojekt im Landkreis Miesbach. Schachunterricht wurde an jeder Grundschule und jeder weiterführenden Schule angeboten, um die Konzentrationsfähigkeit der Schüler zu steigern, das logische Denken und insgesamt die schulische Leistung zu verbessern. Der 71-jährige Waakirchner Horst Leckner, Cousin des Waakirchner Bürgermeisters Sepp Hartl, ist Mitbegründer

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2018 wird besser

Von Stefan Löffler – Ein ereignisreiches Schachjahr 2018 hat begonnen. Im März wird in Berlin der nächste WM-Herausforderer ermittelt. Im November wird sich dieser in London mit Magnus Carlsen matchen. Im September steht im georgischen Batumi bei der Schacholympiade nicht nur ein spannender Nationenvergleich an sondern nach fast 23 Jahren wohl das Ende von Kirsan Iljumschinows Präsidentschaft im Weltschachbund. Dagegen war der internationale Schachkalender 2017 vergleichsweise entspannt. Trotzdem ist Denkwürdiges passiert. Ein Rückblick. Durch Nichtspielen in die Schlagzeilen So viel in den Medien wie 2017 war das Frauenschach vielleicht noch nie. Nicht weil die Frauen im Vergleich mit den Männern

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Sieben mal sieben

Von Stefan Löffler – Keines der fünf wichtigsten Einladungsturniere konnte Magnus Carlsen dieses Jahr gewinnen. Mit seiner Dominanz sei es vorbei, meint Jan Nepomnjaschtschi. Die Konkurrenz komme inzwischen besser mit Carlsen zurecht. Außerdem falle es dem Weltmeister schwerer, sich zu motivieren, nachdem er schon alles gewonnen habe. Wenn Carlsen tatsächlich die Motivation abgeht, sollte er sich Yoshiharu Habu zum Vorbild nehmen. Der Japaner hat kürzlich einen bemerkenswerten Rekord aufgestellt. Habu gewann das renommierte Ryuo-Turnier zum siebten Mal und hat damit die sieben bedeutendsten Shogiturniere allesamt schon mindestens siebenmal gewonnen. Wer ein solches Turnier siebenmal gewonnen hat, trägt den Titel bis zu seinem Tod. Habu hält nun

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Musste es wirklich Saudi-Arabien sein?

Von Stefan Löffler – Ausgerechnet in der saudischen Hauptstadt Riad werden seit Dienstag die Weltmeisterschaften im Schnell- und im Blitzschach ausgetragen. In einem Land, das bisher nur mit Schach in Zusammenhang gebracht wurde, weil ein saudischer Mufti öffentlich gegen das Spiel wetterte. So dass die Vereinigung der Schachprofis auf die Vergabe durch den Weltschachbund FIDE mit einem Protest reagierte. Da müssen ein paar Fragen erlaubt sein. Konnte die FIDE keinen geeigneteren Ausrichter finden? Die Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach für Männer und Frauen, also vier Turniere insgesamt, sind alles andere als leicht unterzubringen. Die Suche nach einem Ausrichter war nicht zum

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Saudis spielen Schach ohne Israelis

Von Dr. Gudrun Harrer – Erstmals werden die Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach in Saudi-Arabien ausgetragen. Für Frauen wurden Kleidungsvorschriften gelockert, Israelis bleiben aber ausgesperrt iad/Wien – Es müssen schwarze Tage für den saudischen Großmufti Abdulaziz Al Sheikh sein: Riad ist seit Dienstag Austragungsort der Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach – und die Fatwa des gestrengen Muftis, in der er das Schachspiel für islamisch unerwünscht erklärte, ist noch keine zwei Jahre alt. Schachspielen sei Zeitverschwendung und fördere die Rivalität, erklärte der direkte Nachkomme von Mohammed Ibn Abdul Wahhab. Das war jener fundamentalistische Islamprediger aus dem 18. Jahrhundert, nach dem der

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Schachstiftung GK gGmbH wird Sponsor des 2. Internationalen Erfurter Frauenschachfestivals

Rechtzeitig vor Beginn einer der hochkarätigsten Frauenschachveranstaltungen in Europa kann sich Cheforganisator Thomas Pähtz über einen neuen Unterstützer für das vom 29. Juli bis 6. August 2017 stattfindenden Schachhighlight freuen. Zustande gekommen ist das Engagement der gemeinnützigen GmbH durch den persönlichen Kontakt von Thomas Pähtz (Großmeister und dreimal Co-Sieger bei Deutschen Meisterschaften, davon zweimal in der DDR) mit Dr. Gerhard Köhler (GK). Pähtz konnte den Schachweltmeister der Amateure von 2016 von seinem Projekt überzeugen. Köhler seinerseits sagt zum Sponsoring: „Die Schachstiftung unterstützt vorrangig den Kinderschach in Deutschland e. V.. Der Verein hat sich die Förderung des Kinderschachs und hier insbesondere

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Darth Vader und die jungen Wilden

Ein Beitrag von Axel Eger – Favorit Liviu-Dieter Nisipeanu gewinnt die deutschen Schach-Meisterschaften in Apolda vor einem Quartett starker Talente. Wer ist euer Vater?, rief Liviu-Dieter Nisipeanu zur Siegerehrung in den Raum, dann gab der bekennende Star-Wars-Fan die Antwort augenzwinkernd gleich selbst: Ich bin es! Einen halben Punkt Vorsprung hatte der nominell beste deutsche Spieler vor einem Quartett starker Nachwuchsspieler, die alle seine Söhne sein könnten, ins Ziel gerettet und sich zum ersten Mal den Meistertitel geholt. Fraglos verdient, denn der 40 Jahre alte Deutsch-Rumäne, der seit 2014 für den Deutschen Schachbund spielt, agierte solide und geriet praktisch in keiner

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Räumt die Playstation weg – Schach ist jetzt in!

Schach ist Ruhe, und Ruhe lehrt uns viel. Das uralte Brettspiel ist populärer denn je: Es boomt an Schulen, im Internet und im Boxring. Selbst Comic-Held Homer Simpson entdeckt sein Talent. Phiona treibt der Hunger zum Spiel. Die Zehnjährige lebt am Rande der ugandischen Hauptstadt Kampala in einem Slum namens Katwe. Die sechs Kilometer zu einer Bretterbude, in der ein Missionar eine Schachschule betreibt, läuft sie nur, weil es dort umsonst Getreidebrei gibt. Gleich beim ersten Besuch gerät das Mädchen in eine Rangelei – und wird gelobt. „Das hier ist ein Ort für Fighter“, sagt der Missionar. Phiona kommt nun

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Carlsen in Karlsruhe – und bei den Simpsons

Ein Beitrag von Stefan Löffler auf “Berührt geführt”. Schach in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – Sein nächstes Turnier spielt der Weltmeister in Deutschland. Seine Fans haben nicht nur zum Zuschauen Gelegenheit. Sie können im gleichen Saal wie Magnus Carlsen beim größten deutschen Open (Ausschreibung) selbst ans Brett gehen. Es findet über die Ostertage von 13. bis 17. April in der Kongresshalle Karlsruhe statt. Carlsens Gegner in einem Rundenturnier sind neben den Weltklassekollegen Fabiano Caruana (Nummer 3 der Weltrangliste), Maxime Vachier-Lagrave (5) und Lewon Aronjan (9) die (Noch-)Weltmeisterin Hou Yifan, die beiden deutschen Nationalspieler Matthias Blübäum und Georg Meier

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Legendäre Schachpartien

Die schrieb in ihrer Onlineausgabe vom 15.11.2016 einen lesenswerten Beitrag: Verkabelte Toiletten und andere Skandale   Fehden, Betrugsvorwürfe und ein 19-Jähriger, der den Rest der Welt besiegt – die Schachwelt sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Wir blicken zurück auf fünf legendäre Partien.   In New York duellieren sich zurzeit der Shootingstar Magnus Carlsen und Sergei Karjakin um den Titel des Weltmeisters. Wir blicken zurück auf fünf Schachpartien, die auch abseits der Schachwelt für Aufsehen gesorgt haben. Der Computer ist schlauer   Kasparow vs. Deep Blue. New York, 1997. Sieg: Deep Blue.   Vor zwanzig Jahren verlor der damalige Schachweltmeister Garry

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Die Frankfurter Allgemeine schreibt zur Schacholympiade

Amerikas goldenes, Deutschlands glanzloses Trio – Die Schacholympiade ist entschieden – Von Stefan Löffler   Gold: Vereinigte Staaten, Silber: Ukraine, Bronze: Russland. Eine starke Teamleistung zeigten bei der Schacho lympiade in Baku eigentlich alle drei. Ein einziger schwacher Tag machte am Ende den Unterschied. Die Russen hatten ihn beim 1,5:2,5 gegen die Ukraine, als Jewgeni Tomaschewski in besserer Stellung gegen Ruslan Ponomarjow einen wichtigen Bauern einstellte.   https://www.chessbomb.com/arena/2016-world-chess-olympiad-men/04-Tomashevsky_Evgeny-Ponomariov_Ruslan   Die Ukrainer erwischte es beim 1,5:2,5 gegen die Vereinigten Staaten, weil niemand Fabiano Caruanas fein herausgespielten Sieg gegen Pawel Eljanow ausgleichen konnte.   https://www.chessbomb.com/arena/2016-world-chess-olympiad-men/06-Caruana_Fabiano-Eljanov_Pavel   Nur die Vereinigten Staaten blieben ganz

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Russland, Amerika – oder gewinnt wieder China?

Ein Beitrag von Stefan Löffler auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung   Russland soll endlich wieder Gold holen. Eigens dafür schlüpft Andrei Filatow, der Milliardär an der Spitze des Russischen Schachverbands, während der nun unmittelbar bevorstehenden Schacholympiade in die Rolle des Kapitäns. Studierter Schachtrainer ist er schließlich, auch wenn er dann ins Business umgestiegen ist und es als Transportunternehmer mit guten Beziehungen zum Kreml weit gebracht hat. Zuletzt gewann Russland diesen Wettbewerb im Jahr 2002 – damals noch mit dem mittlerweile ungeliebten früheren Champion Garri Kasparow am Spitzenbrett.   Die höchste durchschnittliche Elo-Zahl aller Teams, nämlich 2760, hat

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Steuerforderung setzt größtes Schachturnier matt

Ein Beitrag von Stefan Löffler auf dem neuen Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung   Der UK Chess Challenge ist das teilnehmerstärkste Schachturnier der Welt. 45.000 Schüler und Schülerinnen waren dieses Jahr dabei. Im Spitzenjahr waren es sogar 74.000. Los geht es mit Ausscheidungsspielen an der Schule, gefolgt von regionalen „Terafinals“, je einem nördlichen und südlichen „Gigafinale“ und schließlich einem landesweiten „Megafinale“, ergänzt durch sogenannte Last-Chance-Saloons und Relax-with-Chess-Events.   Der jüngste Eintrag auf der Website verheißt „Ein märchenhaftes Finale“. Dabei müsste, damit die Geschichte gut ausgeht, ein Retter auftauchen. Denn der im Jahr 1996 von Michael Basman ins Leben gerufene Wettbewerb

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Schach für Zuschauer

Eine Betrachtung von Alexander Armbruster auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung   Stadien mit Tausenden Zuschauern, die mucksmäuschenstill verfolgen, wie in der Mitte an einem Schachbrett Super-Großmeister grübeln und ziehen – das gibt es nicht. Zu den Bundesliga-Wettkämpfen kommen einige Schach-Begeisterte, schon in der Zweiten Liga spielen die Spieler häufig sogar unter sich.   Es gibt Ausnahmen: Der legendäre deutsche Schach-Manager Hans-Walter Schmitt (ein Interview mit ihm darüber, wie Schach vermarktet werden kann, gibt es hier) hatte viele Jahre lang mit seinen „Chess Classic“ riesige Events auf die Beine gestellt – da gab es Turniere für jedermann, Simultan-Veranstaltungen und

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Schach-Olympiade 2016

Ein Beitrag von Alexander Armbruster auf dem Schachblog der Frankfurter Allegemeinen Zeitung   Während sich nun in Rio zu den olympischen Sommerspielen mehr als 11.000 Sportler in mehr als 300 Wettbewerben messen, ist eine Disziplin nach  wie vor nicht dabei: Schach. Schade finden das natürlich die Schachspieler selbst, die ihre Leistungen durchaus und – wie dieser Autor findet: zu Recht! – für Sport halten.   Es soll jetzt aber nicht darum gehen, was alles dafür spricht, Schach als Sportart anzusehen, die verdient hätte, eine offizielle olympische Disziplin zu sein, und was nicht. Vielmehr wollen wir einen Blick darauf lenken, dass

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Das letzte Mal Wandelhalle

Das weltbekannte Schach-Open in Bad Wiessee das letzte Mal an alter Stätte   Bereits zum 20. Mal findet dieses Jahr die Offene Internationale Bayerische Schachmeisterschaft statt. Bis dato war immer klar, wo sich die Schachprofis treffen. Doch ab kommenden Jahr müssen die Schachspieler auf die Wandelhalle verzichten. Und auch eine zweite große Veränderung steht an.   490 internationale Schachprofis, darunter einer der drei besten Schachspieler der Welt, treffen sich vom 28. Oktober bis zum 06. November in der Wiesseer Wandelhalle zur 20. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft (OIBM).   Einzige Wermutstropfen: Mitbegründer Horst Leckner organisiert den Wettbewerb zum letzten Mal, und

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Patzer in St. Louis

Stefan Löffler auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen   Rex Sinquefield, der aus ärmlichen Verhältnissen kommend Milliardär wurde und das seinem am Schach geschärften Verstand zuschreibt, ist mindestens in der westlichen Hemisphäre der bedeutendste Schachmäzen. Dank seiner Zuwendungen hat St. Louis die Weltstadt New York als Zentrum des amerikanischen Schachs abgelöst. Sein Geld hat den Ausnahemspieler Fabiano Caruana vom italienischen Verband zurück in die Vereinigten Staaten gelockt. Genauso wie Hikaru Nakamura hat Caruana nun eine Wohnung in St. Louis. Und Amerikas Nummer drei, der von den Philippinen abgeworbene Wesley So, hat sich nur ein paar Autostunden entfernt niedergelassen.  

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Kasparow vergleicht Trump mit Putin

27. Juli 2016 – Alexander Armbruster schreibt auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung   Schach und die große Politik hängen seit Jahrzehnten immer irgendwie zusammen, manchmal mehr, manchmal weniger. Die Dauerrivalität der beiden früheren Weltmeister Garri Kasparow und Anatoli Karpow war ein schillerndes Beispiel – Karpow, der Liebling des sowjetischen Establishments gegen Kasparow, der schließlich sogar seinen eigenen Wettkampfverband auf den Weg brachte (und sich als stärkerer Spieler durchsetzte).   Dann natürlich das spektakuläre Weltmeisterschafts-Match zwischen den Amerikaner „Bobby“ Fischer und dem Russen Boris Spasski in der isländischen Hauptstadt Reykjavík im Jahr 1972. Der Kalte Krieg sozusagen auf

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Ein Fünftel der Welt feiert das Chinesische Neujahrsfest: Li Chao und Begleiter berichten

Für Li Chao und seine Schwäbisch Haller Schachspieler-Entourage ist es nichts Neues, mit den Medien zu sprechen. An diesem Tag geht es jedoch nicht um Sport, sondern um eine asiatische Tradition – Von LAURA ALVIZ, Haller Tagblatt   Li Chao und Bai Jinshi spielen für den SK Schwäbisch Hall in der Schach-Bundesliga. Die anderen drei anwesenden Jugendlichen gehören zu Li Chaos Schachclub. Seine Mutter Wu Lihong begleitet die Gruppe. Vor etwa einer Woche feierten sie gemeinsam das chinesische Neujahrsfest.   In China wird das neue Jahr nicht immer am selben Tag eingeläutet. „Als Neujahrstag betrachten wir den ersten Tag des

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Carlsen setzt sich selbst schachmatt

Ein Schach-Profi als Werbestar: Magnus Carlsen kassiert für seinen Auftritt in einem Werbespot die bislang höchste Prämie eines norwegischen Sportlers. Doch während die Kasse stimmt, läuft es am Schachbrett derzeit weniger gut – Von STEFAN LÖFFLER   Stefan Löffler schreibt in der Online-Ausgabe der  einen lesenswerten Artikel über Carlsens Werbeverträge, seine Startgelder, sowie seine Vorstellungen vom nächsten WM-Kampf in Kalifornien. In Norwegen hat Carlsen einen Stellenwert von dem viele Sportler in Deutschland nur träumen. Seit gestern spielt Carlsen in einem Open in Katar. Gleich in der ersten Runde kam Carlsen gegen die Georgierin Nino Batsiashvili nicht über ein Remis hinaus.

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