World Cadets Chess Championship 2017

Vom 22. bis zum 31.8.2017 finden in Brasilien die Jugend-Weltmeisterschaften der U8 bis U12 statt. Für die deutschen Spielerinnen und Spieler heißt es: Mitmachen ist alles. In allen Kategorien gibt es keine aussichtsreichen Spielerinnen oder Spieler, die um den Titel ein Wörtchen mitreden können. Gespannt sein darf man allerdings auf das Abschneiden von Saskia Pohle (Foto by Deutsche Schachjugend), die in den Printmedien schon als Wunderkind gefeiert wird. Solche Schlagzeilen helfen einer Zeitung die Auflage zu erhöhen, schaden aber letztlich dem jungen Talent. Von einem Wunderkind ist Saskia weit enfernt. Sie hat eine Elo von 1416, dagegen die Ranglistenerste und

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Radjabov am Ende alleiniger Sieger in Genf

Das schaffte der “andere Azeri” mit der richtigen Mischung aus ab und zu gewinnen und in anderen Runden remis spielen, gerne auch mal kurzzügig. Die Remispartien dauerten 25, 21, 17, 41, 12 und 44 Züge – gegen Grischuk und Nepomniachtchi war es gehaltvoll ausgekämpft, nicht nur gegen Landsmann Mamedyarov eher nicht. Aber er hat auch dreimal gewonnen und dann kann man nicht unbedingt meckern, ausser man meckert ohnehin gerne. Drei Siege schafften auch Nepomniachtchi und Eljanov, aber die blieben nicht ungeschlagen. Das ist der Endstand: Radjabov 6/9, Grischuk und Nepomniachtchi 5.5, Mamedyarov, Giri, Svidler, Adams, Li Chao, Riazantsev, Harikrishna 5,

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Radjabov überrascht beim FIDE Grand Prix

Fünf Runden sind in Genf gespielt, nun ist der erste Ruhetag für alle. Einige gönnten sich vielleicht einen gemeinsamen privaten Ruhetag – wobei die Remisquote, jedenfalls zu Beginn, niedriger war als zuvor in Sharjah und Moskau und auch nicht alle Kurzremisen (nach Zügen) kräfteschonend heruntergeblitzt wurden. Einer gewann zu Beginn gleich doppelt und macht seither das, was er nachweislich kann: Remis spielen. Ein anderer hat ihn so eingeholt, und damit wiederholt sich die Grand Prix Serie: Auch in Sharjah und Moskau führte nach fünf Runden ein Azeri zusammen mit einem Nicht-Azeri. In Genf steht es nach fünf Runden so: Grischuk

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Superturniere im Juli

Derzeit läuft die Schnell- und Blitzschachshow im belgischen Leuven, darüber wird der Schachticker natürlich berichten. Aber nun schon einmal eine Vorschau auf den Monat Juli, da tut sich einiges: Drei der Leuven-Teilnehmer sitzen am 6. Juli bereits wieder am Brett, für einen ist die An- bzw. Weiterreise weniger kompliziert als die Anreise nach Leuven ab Khanty-Mansiysk. Ein vierter hat eine etwas längere Reise zu seinem nächsten Turnier, das am 9. Juli beginnt. Zwei weitere haben knapp zwei Wochen Pause und können sicher zwischendurch zu Hause vorbeischauen, einer wird vielleicht gar bei einem der in diesem Beitrag genannten Turniere kibitzen. Noch

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Russland gewinnt am Ende souverän, Russland stolpert über China

Nein, das ist kein Widerspruch – dies ist der Abschlussbericht zur Mannschafts-WM beider Geschlechter, und beim Titel habe ich mich für “Ladies first” entschieden. Das Titelbild – alle Fotos von der Turnierseite – bekommen allerdings die chinesischen Herren, jedenfalls drei eingerahmt von zwei Damen: Spitzenbrett Ding Liren, Li Chao dessen Sieg gegen Fedoseev turnierentscheidend war und Cheftrainer Xu Jun. Mehr passten offenbar nicht an den Tisch der Sieger-Pressekonferenz, oder die anderen können nicht genug Englisch (alternativ Russisch). Zunächst die Ergebnisse beider Turniere: Herren China 16, Russland 15, Polen 12, Indien 11, Türkei 10, Ukraine und Weissrussland 8(17,5), USA 8(16), Norwegen

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Zwischenbilanz der Mannschafts-WM: Russland und Russland führt

Ich falle mal gleich mit der Tür ins Haus und nenne den Zwischenstand nach fünf von neun Runden und vor dem einzigen allgemeinen Ruhetag – teilweise gibt es ja, da alle Teams fünf Spieler für vier Bretter haben, noch individuelle Ruhetage. Jeweils Mannschaftspunkte und, wenn relevant, in Klammern Brettpunkte. Bei den Herren: Russland 9, China 8(13,5), Polen 8(12,5), Türkei 7, Indien 6, Ukraine 4 (9,5), USA 4 (8,5), Norwegen 2 (7,5), Weissrussland 2 (7), Ägypten 0. Russland hat zwar bereits einmal “gepatzt”, China allerdings schon zweimal. Überraschend bisher im positiven Sinne Polen und die Türkei, im negativen Sinne die Ukraine

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Mannschafts-WM in Khanty-Mansiysk

Laut Turnierseite sind “die besten Schachspieler aus Russland, Georgien und USA” bereits in Sibirien angekommen. Da habe ich wohl die sensationelle Nachricht verpasst, dass So und Caruana schon wieder den Schachverband wechselten und Nakamura sich ihnen angeschlossen hat. Auch Russland spielt nicht in Bestbesetzung, wenn auch immerhin mit fünf Spielern der Kategorie 2700+. China spielt dagegen in Bestbesetzung. Dass Georgien nur mit der nationalen Nummer 10, 19, 24 und 25 dabei ist hat konkrete Gründe: Jobava wäre, auch wenn er sich rasiert, bei den Damen nicht spielberechtigt. Aber zunächst zu den Herren: Warum erinnern einige Aufstellungen ein bisschen an Mitropa-Cup

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Gelfand schenkt Ding Liren den Sieg beim Moskau Grand Prix

Ding Lirens Schwarzsieg in der Schlussrunde war locker-leicht, da Gegner Gelfand durchdrehte und total inkorrekt opferte. Generell war/wurde es ein ziemlich erfolgreiches Turnier für China – Hou Yifan hatte gleich drei Siege mit kräftiger gegnerischer Hilfe. Jubelarien zu Hou Yifan bzw. meine relativierenden Bemerkungen dazu lasse ich erst einmal aussen vor und widme mich zunächst dem Kampf um den Turniersieg: “Gefühlt” hatte Ding Liren es vielleicht mehr verdient als Mamedyarov – der Chinese gab in fast allen Partien alles, während der Azeri mehrfach (nicht nur gegen Landsmann Radjabov) friedfertig und risikoscheu war. Das kann man Mamedyarov allerdings nicht unbedingt verübeln

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Ding Liren und Mamedyarov führen beim Moskau Grand Prix

Vor dem einzigen Ruhetag (wobei sich einige Spieler auch an anderen Tagen ausgeruht bzw. nicht wirklich verausgabt hatten) stand es beim Sharjah Grand Prix, erstes Turnier der Serie, so: zwei Spieler mit 3,5/5, vier mit 3/5, sechs mit 2,5/5, vier mit 2/5, zwei mit 1,5/5 – also perfekte Symmetrie. Diesmal in Moskau ist es oben analog, nur ab Platz sieben etwas anders da einer sich bereits unten abgesetzt hat – Stand momentan: Ding Liren und Mamedyarov 3.5/5, Vachier-Lagrave, Svidler, Grischuk, Radjabov 3, Nakamura, Giri, Nepomniachtchi, Harikrishna, Gelfand, Tomashevsky, Hammer 2.5, Vallejo, Hou Yifan, Saleh 2, Inarkiev 1.5, Adams 1. Zum

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ACO-WM – Südamerikanischer Superstar spielt unerkannt Schach

Text: Uwe Ritter – Um eines vorweg zu sagen, es war nicht der kolumbianische Superstar Juanes. Doch der Reihe nach. Wer wie ich beruflich viel zwischen 2 Bundesländern pendelt, weiss was es speziell in diesem Frühjahr bedeutete, sein Dasein mit einem grau trüben Wetter versüßen zu müssen. In den letzten Wochen hatten wir selten mehr als 10 Grad, meist mit Regen und starken Winden, so dass man gerne einmal diesem Klima entrinnen wollte. Was ist dann schöner, wenn man ein Flugticket Richtung Mittelmeer hat und Anfang Mai, bei 9 Grad am Flughafen Hamburg, einen Flieger besteigt, um dieser Tristesse Richtung

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Grand Prix in Moskau

Ein gut gehütetes Geheimnis wurde inzwischen gelüftet: Wer spielt vom 12.-21. Mai beim zweiten Turnier der FIDE Grand Prix Serie? Insider, u.a. die Spieler selbst, wussten es wohl schon länger. Die wissen sicher auch, wo (genau) in Moskau gespielt wird – das verrät die Turnierseite nicht, sonst auch nicht allzu viel, immerhin wann die Runden beginnen: jeweils um 14:00 Ortszeit in Moskau, also um 13:00 für Mitteleuropäer, am 17.5. ist Ruhetag. Wo – ausser gegen Bezahlung auf der Turnierseite – man die Partien live verfolgen kann ist bei Redaktionsschluss noch unklar, aber ein Vorbericht sollte vor der ersten Runde erscheinen

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6. ACO-WM eröffnet mit neuem Teilnehmerrekord

Text: Uwe Ritter – Wer wie ich beruflich viel zwischen 2 Bundesländern pendelt, weiss was es speziell in diesem Frühjahr bedeutet, sein Dasein mit einem grau trüben Wetter versüßen zu müssen. In den letzten Wochen hatten wir selten mehr als 10 Grad, meist mit Regen und starken Winden, so dass man gerne einmal diesem Klima entrinnen wollte. Was ist dann schöner, wenn man dann ein Flugticket Richtung Mittelmeer hat und Anfang Mai, bei 9 Grad am Flughafen Hamburg, einen Flieger besteigt, um dieser Tristesse Richtung Mittelmeer zu entkommen. Ziel einmal mehr die Insel Kos und die ACO-WM , die bereits

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Senioren: Team-WM auf Kreta gestartet

Die Mannschaftsweltmeisterschaften in den Kategorien 50+ und 65+ finden vom 23.4. bis  3.5.2017  auf Kreta statt. Die Beteiligung ist relativ mager, jedenfalls im Vergleich mit den WM-Turnieren in Radebeul (2016) und Dresden (2015). Wir berichten hier kurz über die beiden Nationalmannschaften Germany 65+ und Germany Woman 50+. In der Kategorie 65+ ist das Team Germany mit Clemens Werner, Dr. Bernd Baum, Sergej Salov und Georg Haubt nach zwei siegreichen Runden auch gegen die niederländische Mannschaft „Koninklijke DD“ favorisiert. In Runde 2 wurde gegen „Sweden II“ mit 2,5:1,5 nur knapp, aber offenbar kontrolliert gewonnen. Bei einem Stand von 1,5:1,5 überließ man

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Anna Muzychuk schenkt Tan Zhongyi den WM-Titel

Als Untertitel reicht schlicht und ergreifend “39.-Kh6?????” – ganz so kurz und knapp muss es vielleicht nicht sein, man kann statt fünf auch fünfzehn Fragezeichen vergeben. Das war (fast) das abrupte Ende der zweiten Schnellpartie – erstaunlich, dass auch im Schnell- und Blitzschach grobe Fehler oft “kurz vor der Zeitkontrolle” passierten, die es mit diesen Bedenkzeiten nicht gibt. Alles was in den fünf vorangegangenen Matches geschah war natürlich irrelevant: Das Finale begann beim Stand von 0-0. In vier Partien mit klassischer Bedenkzeit fiel keine Entscheidung – bzw. zwei Partien hatten Siegerin und Verliererin, danach stand es wieder gleich. Also Schnellschach,

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Doch noch ein Trio vorne beim Sharjah Grand Prix

Schuld war einer, der deshalb auch das Titelbild bekommt: Grischuk hat in Runde 8 einfach so gegen Mamedyarov gewonnen! Alle Fotos wieder von Max Avdeev via Turnierseite. Dabei hatten Mamedyarov und Vachier-Lagrave sich das doch prima zurecht gelegt: Ab Runde 4 gemeinsam in Führung wollten sie den Rest remisieren – da sich an den Brettern direkt dahinter wenig tat würde das für den geteilten ersten Platz reichen. Entschiedene Partien vor allem an den hinteren Brettern – diese Spieler hatten nichts mehr zu verlieren und eventuell noch etwas zu gewinnen. Der Schaden für Mamedyarov hielt sich dann in Grenzen, da er

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Anna “klassisch” Muzychuk und Tan “Armaggedon” Zhongyi im WM-Finale

Also Ukraine gegen China, wobei der bisherige Weg der beiden nicht unterschiedlicher sein könnte: Anna Muzychuk erreichte wiederum bereits nach zwei Partien mit klassischer Bedenkzeit die nächste Runde. Das Finale wird nun für sie eine neue Erfahrung, da vier Partien mit klassischer Bedenkzeit angesetzt sind – d.h. mindestens drei werden gespielt. Immerhin stand sie im Halbfinale einmal zunächst auf Verlust – erste Partie gegen Alexandra Kosteniuk – und gewann irgendwie trotzdem. Beim Grand Prix der Herren (plus Hou Yifan) in Sharjah wird weiterhin fleissig remisiert, das liegt vielleicht an der Doppelbelastung einiger Teilnehmer: Einige spielten am Ruhetag mal eben im

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Vorteil MVL und Mamedyarov in Sharjah

Ich entschied mich für “Ladies first”, auch da in Teheran heute bereits wieder gespielt wird; daher kommt der Zwischenbericht zum parallelen FIDE Grand Prix in Sharjah nicht vor dem, sondern am einzigen Ruhetag. Nach fünf Runden brauchen die Spieler eine Pause, da sie sich bisher extrem verausgabt haben – naja nicht unbedingt, es gab diverse Kurzremisen. Dazu gleich noch mehr, zuerst der aktuelle Zwischenstand: Vachier-Lagrave und Mamedyarov 3.5/5, Nakamura, Adams, Grischuk, Jakovenko 3, Aronian, Ding Liren, Nepomniachtchi, Li Chao, Vallejo, Hou Yifan 2.5, Eljanov, Rapport, Riazantsev, Hammer 2, Tomashevsky, Salem 1.5. Da kann sich, auch was GP-Punkte betrifft, noch einiges

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Anna Muzychuk, Kosteniuk, Harika und Tan Zhongyi im Halbfinale

Gemeint ist natürlich die Damen-WM, bei der sich das Feld seit dem letzten Zwischenbericht wieder doppelt halbiert hat – so ist es im KO-System. Noch im Rennen sind die Nummern 2, 3, 4 und 9 der Setzliste. Also fast wie erwartet – obwohl das KO-System gerne als “Lotterie” bezeichnet wird, was in einigen engen Tiebreaks durchaus der Fall war. Nur die Nummer eins Ju Wenjun ist ausgeschieden, und zwar gegen Landsfrau Tan Zhongyi. Die Halbfinales lauten Tan Zhongyi – Harika und Muzychuk-Kosteniuk, im Finale damit auf jeden Fall Asien (China oder Indien) gegen die “Sowjetunion” (Ukraine oder Russland). Das Titelbild

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Die letzten16 bei der Damen-WM

Drei von vier Teilnehmerinnen können bereits die Koffer für die Heimreise packen oder sind bereits wieder zu Hause – es sei denn, sie bleiben vor Ort um anderen zu helfen. Wer ist noch im Turnier? Vier (von anfangs sieben) Chinesinnen, drei von elf Russinnen, drei von acht Georgierinnen, zwei von zwei Spielerinnen aus Indien, eine von fünf Ukrainerinnen und noch drei Spielerinnen die ihr Land (Bulgarien, Schweden und Vietnam) von Anfang an alleine vertreten haben. Deutschland also nicht mehr, in der zweiten Runde gewann die erfahrene Pia Cramling gegen die ebenfalls erfahrene Elisabeth Paehtz. Das Titelbild gebe ich der eloschwächsten

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FIDE Grand Prix – demnächst in Sharjah

und dann noch drei Turniere in Moskau, Genf und Palma de Mallorca – jedenfalls wenn alles nach dem heutigen Plan verläuft. Da ein Turnier voraussichtlich in der Schweiz ausgetragen wird, haben FIDE/AGON sich diesmal für Schweizer System entschieden. So können mehr Spieler mitmachen, unter anderem auch (Titelbild) Salem Saleh, der in Sharjah Heimspiel hat und wohl deshalb – auch bei zwei der drei anderen Turniere – dabei ist. Das Foto stammt vom Katar Open 2014 – diesmal wird er nicht gegen Vladimir spielen, weder Kramnik noch der mit ihm (Saleh) etwa gleichwertige Fedoseev, aber er bekommt andere starke Gegner. Im

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